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Hightech-Videoüberwachung zur besseren Bekämpfung städtischer Kriminalität

Heute können automatisierte Videosysteme das Verhalten von Kleinkriminellen und Dieben schon erkennen, noch bevor ein Verbrechen stattfindet. Wird diese kostengünstige Lösung genutzt, so könnten die Kriminalitätsraten gesenkt und unsere Städte sicherer werden.
Hightech-Videoüberwachung zur besseren Bekämpfung städtischer Kriminalität
Ökonomische Notlagen und schnell wachsende urbane Gebiete tragen zu höheren Kriminalitätsraten in Städten bei, angefangen bei Graffiti und Vandalismus bis hin zu Diebstahl und Raubüberfällen. Während mehr Polizei, Resozialisierung und Regentrifizierung die Kriminalität senken können – wie etwa im Fall von New York City in den Vereinigten Staaten, könnte das Phänomen auch um noch mehr hochtechnisierte Ansätze ergänzt werden.

Das von der EU finanzierte Projekt SMARTPREVENT (Smart video-surveillance system to detect and prevent local crimes in urban areas) schlug eine Lösung auf Grundlage technisch ausgereifter Videoüberwachungssysteme vor. Es hat auf neue Richtlinien für den Einsatz der Videoüberwachung und die Entwicklung von Werkzeugen zur Aktualisierung der gegenwärtigen Kriminalitätserfassungssysteme hingearbeitet.

Im Einzelnen skizzierte das Projektteam typische Bagatelldelikte in Bereichen, in denen automatische Überwachung Einsatz findet. Man entwickelte im Folgenden eine Software, welche eine automatische Erkennung von häufigen kriminellen Aktivitäten ermöglicht, sowie neuartige automatisierte Instrumente, welche die zuständigen Behörden alarmieren können. Parallel dazu arbeitete das Projektteam auch an der Vorhersage von Kriminalität und Früherkennung als eine Möglichkeit, dem Phänomen zuvorzukommen.

Das neu vorgeschlagene System bietet besser an den Menschen angepasste Kriminalitätserkennung aus Videoüberwachung unter Einsatz neuester Videoanalyse. Sie kann das mit Kriminalität einhergehende Verhalten verstehen, bevor ein reales Verbrechen stattfindet, und die betroffenen Parteien alarmieren, während die Automatisierung den Betrieb erleichtert und Fehler durch menschliches Versagen für den Endbenutzer minimiert werden. Mit der klugen Absicht, Datenschutz und Sicherheit auszubalancieren, kann das System derart ausgelegt werden, dass nur Überwachungsaufnahmen von den Personen gespeichert werden, die ein Verbrechen begehen, und das insbesondere während der Handlung, ohne Material über Leute zu speichern, die nichts damit zu tun haben.

Ein Ansatz dieser Art hat mehrere Vorteile, da so keine ständige Live-Überwachung erforderlich ist, die in Hinsicht auf die personellen Ressourcen intensiv ist. Technische Fortschritte und der verringerte Bedarf an Eingriffen durch den Menschen bedeuten zudem, dass die Lösung weitaus kostengünstiger ist.

Zur Beurteilung der Realisierbarkeit des Konzepts wurde die Lösung mit Hilfe umfassender Live-Case-Szenarien validiert. Die positiven Ergebnisse bereiten den Weg zur Kommerzialisierung der Technologie, die hoffentlich sicherere und lebenswertere Städte und Gemeinden zur Folge haben wird.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Safety

Schlüsselwörter

Videoüberwachung, städtische Kriminalität, Städte, SMARTPREVENT, Früherkennung
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