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Automatische Warnmeldetechnik rettet Leben auf See

Die Mehrzahl der Mann-über-Bord-Vorfälle (man overboard, MoB) geschehen unbemerkt und werden oftmals zu spät erkannt. Eine EU-Initiative hat neue Sensortechnik mit MoB-Erkennungsfunktionen eingeführt.
Automatische Warnmeldetechnik rettet Leben auf See
Je mehr Zeit zwischen dem tatsächlichen Eintreten eines Ereignisses und der Alarmierung der Besatzung verstreicht, desto komplexer und kostspieliger werden die Such- und Rettungseinsätze. Noch wichtigster ist, dass frühzeitige Erkennung die Chance einer erfolgreichen Rettung vergrößert.

Mit Hilfe von EU-Finanzmitteln entwickelte das Projekt SOS ((Multi-) sensor offshore safety system) eine neue Sensortechnik für den Seeschiffahrtssektor, welche eine über Bord gehende Person erkennt und unverzüglich die Brücke oder den Kontrollraum alarmiert.

Die Projektpartner widmeten sich den hauptsächlichen Mängeln bereits vorhandener Systeme und setzten neue Technologien auf umfassende Weise ein, um kommerziell verfügbare, dem neuesten Stand der Technik entsprechende Sensoren mit maßgeschneiderten Softwarelösungen zu kombinieren. Im Folgenden wurden die Sensoren implementiert und das System auf einer kommerziellen Plattform installiert. Bei diesem System kommt Technik zum Einsatz, die noch nie zuvor kommerziell zur Verfügung stand.

Den Teammitgliedern gelang es, die Realisierbarkeit eines modularen und anpassbaren Produkts zu validieren, vorzuführen und zu verifizieren, das als ein zuverlässiges und kostengünstiges MoB-Erkennungs- und Warnmeldungssystem mit begleitenden Sensorkomponenten und Software vorgesehen ist.

In die SOS-Lösung sind mehrere zukunftsweisende Sensortechnologien integriert, damit sofort erkannt werden kann, wo und wann eine Person über Bord fällt. Die Kommunikationsinfrastruktur gewährleistet, dass, wenn es zu einem Vorfall dieser Art kommt, nicht unnötig Zeit verloren geht, bis die Besatzung und andere alarmiert werden. Die Art der Warnmeldungen und die Art, wie sie präsentiert werden, sind optimal an das Situationsbewusstsein auf der Brücke angepasst. Auf diese Weise kann das Überwachungssystem bestmöglich und rechtzeitig die richtigen Besatzungsmitglieder alarmieren.

Dank der Sensoren haben die Schiffsbetreiber einen genauen Überblick über die Umgebung des Schiffs. Die bei jedem Wetter funktionierende Innovation ist robust und zuverlässig bei minimalen Fehlalarmen. Sie ist speziell dafür konzipiert, herunterfallende oder sich bewegende Objekte in der Nähe eines Schiffsrumpfs zu erkennen, und verfügt über eine vergrößerte Reichweite, um die genaue Position einer Person im Wasser zu ermitteln.

Aufgrund der Fähigkeit zur sofortigen Alarmierung wird diese SOS-Technik sowohl Leben retten als auch die mit Such- und Rettungseinsätzen verbundenen übermäßigen Kosten reduzieren können.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Regional Development

Schlüsselwörter

Mann über Bord!, Sensorik, Sensortechnik, Such- und Rettungsdienst, SOS, Offshore-Sicherheit
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