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Neuer Ansatz zur Messung des organisatorischen Verhaltens für die Wettbewerbsfähigkeit einer Branche 

Eine EU-Initiative untersuchte die Beziehung zwischen Organisationsstrukturen in Unternehmen und dem gesamten Branchenwettbewerb. 
Neuer Ansatz zur Messung des organisatorischen Verhaltens für die Wettbewerbsfähigkeit einer Branche 
Das von der EU finanzierte Projekt EMPIRICAL ORGAIO (Empirical assessment of intra-organizational behavior on industry competitiveness) verfeinerte ein empirisches Rahmenwerk, das auf den Bereich der industriellen Organisation zurückgreift.

Der Rahmen, der Daten von verschiedenen Unternehmen und Branchen nutzt, schätzt interne Reibungen in Unternehmen und Transaktionskosten sowie die Auswirkungen des organisatorischen Wandels auf Branchenpreise, Wettbewerb und Wohlergehen. Eine ähnliche Strategie wurde angewandt, um die Intensität des Wettbewerbs zwischen verschiedenen Firmen in einer Branche direkt zu beurteilen.

Die Projektpartner fanden heraus, dass kürzlich entwickelte Differenzierungsinstrumente, die Heterogenität im Produktraum ausschöpfen, dazu beitragen können, interessante Angebotsseitenparameter zu identifizieren. Dies ermöglicht die Beurteilung detaillierter Strukturen des Angebotsverhaltens. Danach wandten sie den Rahmen mit Daten aus der Industrie für Getreidefertigprodukte an. Die Verfügbarkeit sowohl von Einzelhandels- als auch von Großhandelspreisdaten half bei der Bestimmung von Kosten und Branchen-Markups.

Aus einer organisatorischen Perspektive zeigte das Team von EMPIRICAL ORGAIO, dass der Grad der gemeinsamen Gewinnmaximierung von Unternehmenszusammenschlüssen in den ersten zwei Jahren nach einer Branchenfusion zunimmt. Dies führte schließlich zu einer fast vollständigen Maximierung der gemeinsamen Gewinne.

In Bezug auf die Branche beobachteten die Forscher, dass 15% bis 22% der Großhandelsmarken in der Branche während der vorgegebenen Zeitspanne das Ergebnis von in der Industrie kooperierenden Unternehmen waren. Dies belegt, dass das branchenweite Verhalten vom vollständigen Wettbewerb abweicht.

EMPIRICAL ORGAIO lieferte eine Methode zur Überprüfung der Annahme, dass das Fusionssimulations-Tool in der Regel auf der Vorstellung beruht, dass Unternehmen gemeinsame Gewinne nach einer Fusion vollständig und sofort maximieren. Es stellte auch Lösungen zur Verfügung, um den Grad des Wettbewerbs in einer Branche zu bewerten. Dies ist besonders wichtig für die Wettbewerbspolitik, da die Behörden dadurch erkennen, wenn ein Markt aufgrund von wettbewerbswidrigen Bedenken weiter untersucht werden soll. Schließlich schuf das Projekt eine solide Grundlage für die Beurteilung, ob eine stabile Performance durch eine ineffiziente Integration geschädigt werden könnte. 

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Schlüsselwörter

Organisatorisches Verhalten, Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, EMPIRICAL ORGAIO, gemeinsames Ergebnis, Fusion  
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