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H2020

PEGASUS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 633814
Gefördert unter: H2020-EU.3.2.
Land: Vereinigtes Königreich
Bereich: Land- und Forstwirtschaft

Neue Ansätze für die ländliche Landbewirtschaftung

Das EU-finanzierte PEGASUS-Projekt arbeitete mit Interessengruppen zusammen, um ein detailliertes Verständnis zu erhalten, wie die ökologischen und sozialen Vorteile ländlicher Flächen in die Entscheidungen der Land- und Forstwirtschaft einbezogen werden können.
Neue Ansätze für die ländliche Landbewirtschaftung
Ländliche Flächen erfüllen eine Vielzahl von Funktionen und bieten eine Reihe von Dienstleistungen, von denen die Gesellschaft abhängt. Neben der Produktion von Nahrungsmitteln, Fasern, Holz und Energie spielen ländliche Flächen eine wichtige Rolle bei der Klimaregulierung, der biologischen Vielfalt, der Wasserqualität, der Bodenfunktionalität, dem Hochwassermanagement, der Kulturlandschaft und der Erholung. Leider werden diese ökologischen und sozialen Vorteile bei den Entscheidungen der Land- und Forstwirtschaft in der EU unterbewertet.

Um dies zu ändern, hat das EU-finanzierte PEGASUS-Projekt versucht, unseren Ansatz der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Bewirtschaftung ländlicher Flächen zu verändern. „Das Projekt zielte darauf ab, eine umfassendere und nachhaltigere Bereitstellung von Umwelt- und Sozialleistungen aus der Land- und Forstwirtschaft in der EU zu bewerten und zu fördern“, sagt Projektleiterin Anne Maréchal.

Einbeziehung von Interessengruppen zur Vergrößerung der Wirkung

Um eine nachhaltige Wirkung zu gewährleisten, wurde ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, was bedeutete, die volle Komplexität der Faktoren zu erforschen, die die gemeinsame Erzielung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ergebnisse in ländlichen Gebieten ermöglichen und einschränken. Dies wurde durch 34 Fallstudien in verschiedenen land- und forstwirtschaftlichen Systemen unter Verwendung eines partizipatorischen oder handlungsorientierten Ansatzes erreicht. Jede Fallstudie war eng an den Interessen der Interessengruppen ausgerichtet und stützte sich auf ein langfristiges Engagement und den Austausch mit Landwirten, Landverwaltern, ländlichen Akteuren und lokalen Entscheidungsträgern.

Dank der aktiven Beteiligung der Interessengruppen konnten die Forscher alle kulturellen, sozialen, politischen, institutionellen und steuerungsbezogenen Faktoren berücksichtigen, die das Geschehen vor Ort beeinflussen und motivieren. „Dadurch konnten wir verstehen, wie öffentliche Politik und private Initiativen wirken und sich weiterentwickeln können, um die Synergien zwischen der Produktion von Nahrungsmitteln und Holz und den ökologischen und sozialen Ergebnissen zu verbessern“, sagt Maréchal.

Von den Ergebnissen zu politischen Empfehlungen

Diese Ergebnisse wurden dann genutzt, um eine Reihe von politischen Empfehlungen zu der Frage auszusprechen, wie die Bereitstellung von Umwelt- und Sozialleistungen durch die Land- und Forstwirtschaft verbessert werden kann. Zu diesen Empfehlungen gehören die Aufstockung der Mittel für kollaborative/kooperative Maßnahmen sowie für Beratung, Wissensaustausch und Moderation, die Konzeption und Umsetzung einer Mischung aus zielgerichteten, flexiblen und kohärenten Maßnahmen und die Stärkung der Verbindungen zum Privatsektor.

„Die politischen Empfehlungen von PEGASUS zeigen, wie wichtig es ist, eine Vielzahl von Akteuren, Institutionen und Wertschöpfungsketten zu unterstützen und zu ermutigen, sich auf Prioritäten zu einigen und dann bei gemeinsamen Aktionen in einem Gebiet oder entlang einer Lieferkette zusammenzuarbeiten“, sagt Maréchal.

Das Projekt entwickelte auch einen Werkzeugsatz, der den Akteuren praktische Anleitungen und nützliche Tipps bietet. „Der Werkzeugsatz stellt eine neue und zugängliche Ressource für Interessengruppen dar, die eine gemeinsame Initiative zur Bereitstellung von mehr öffentlichen Gütern/Ökosystemdienstleistungen aus der Land- und/oder Forstwirtschaft starten möchten“, sagt Maréchal. Eine Kartierungserweiterung zum Werkzeugsatz hilft diesen Initiativen, den Stand der Bereitstellung von Umwelt- und Sozialleistungen in ihrer Region besser zu verstehen und zu bewerten.

Eine Gemeinschaft von Interessengruppen

Da die aktive Beteiligung von Interessengruppen ein integraler Bestandteil des methodischen Ansatzes des Projekts ist, ist es nicht verwunderlich, dass eine der Hinterlassenschaften des Projekts die Gemeinschaft der Interessengruppen ist. „Das aktive Engagement eines breiten Spektrums von Interessengruppen über unseren Handlungsansatz hat die Entwicklung von lokalem Wissen und Verständnis gefördert“, ergänzt Maréchal. „Ich hoffe, dass dieses Vermächtnis des gemeinsamen Lernens, der Vernetzung und der Verbindungen über die Lebensdauer des Projekts hinaus bestehen bleibt."

Schlüsselwörter

PEGASUS, Land- und Forstwirtschaft, Nachhaltigkeit, Landbewirtschaftung, ländlich
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