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H2020

CMCG — Ergebnis in Kürze

Project ID: 661541
Gefördert unter: H2020-EU.1.3.2.
Land: Irland
Bereich: Gesellschaft

Gesellschaftliches und politisches Engagement – Ein Muss für die städtische Jugend

Benachteiligte Jugendliche in Städten erleben oft soziale Ausgrenzung. Indem man sie einbindet, anstatt sie als potenzielle Bedrohung anzusehen, kann man dazu beitragen, negative Folgen ihrer Situation zu ihrem eigenen Vorteil und dem ihrer Gemeinden zu vermeiden.
Gesellschaftliches und politisches Engagement – Ein Muss für die städtische Jugend
Die Forschung und Ergebnisse des EU-finanzierten Projekts CMCG unterstützen ein konstruktiveres gesellschaftliches und politisches Leben, insbesondere für sozial ausgegrenzte Jugendliche. „Diese Studie liefert einen Rahmen und eine Reihe von Daten, aus denen weitere europäische und globale Studien entwickelt werden können“, erklärt Professor Caroline McGregor, Projektkoordinatorin.

Das CMCG-Projekt wurde in Belfast, Dublin und London durchgeführt und untersuchte wichtige Ideen und Gründe für die Förderung des gesellschaftlichen und politischen Engagements junger Menschen. Das Team nahm in jeder der drei Städte politische Überprüfungen, Konsultationen mit Interessengruppen und eine Inventur von Jugendorganisationen vor. Insgesamt wurden 66 wichtige politische Entscheidungsträger, Beamte und Fachleute interviewt, die als Jugendaktivisten oder Freiwillige in Jugendorganisationen tätig sind. Eine letzte Forschungskomponente beinhaltete 28 über die drei Städte verteilte Fokusgruppen mit Jugendlichen (14-25 Jahre).

Die Fakten

Die Studie beleuchtet die Bandbreite der Themen, die in Bezug auf das Engagement junger Menschen zu berücksichtigen sind, sowie die damit verbundenen Probleme, die auf der ganzen Welt gleich aussehen. Die Projektarbeit deckte verschiedene Diskrepanzen zwischen Politik und Praxis auf, zeigte aber auch, wie sich politische Rahmenbedingungen auf nationaler und supranationaler Ebene in der Praxis vor Ort widerspiegeln und weiterentwickeln. Sie hat viele Beispiele für hervorragende Verfahren zur Steigerung des Engagements von Jugendlichen ans Licht gebracht, die damit verbundene Entwicklungen beeinflussen können.

„Die Forschung hat gezeigt, wie stark sich der Kontext auf das Potenzial und die Barrieren für das gesellschaftliche und politische Engagement sozial ausgegrenzter Jugendlicher auswirkt“, so die Professorin. Darüber hinaus heben die CMCG-Ergebnisse hervor, wie verschiedene Maßnahmen am besten durchgeführt werden können. Diese Maßnahmen berücksichtigen die vielfältigen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Lebensumstände junger Menschen, insbesondere in Bezug auf sich rasch verändernde städtische Kontexte.

Die bedeutendsten Auswirkungen der Arbeit von CMCG beziehen sich darauf, wie sich Politik und Praxis in Bezug auf das Engagement der städtischen Jugend entwickeln. Daher erklärt Prof. McGregor: „Die wichtigste Entwicklung des Projekts bestand darin, detaillierte Politik- und Forschungsberichte als Grundlage für die politische Praxis und zukünftige Forschung zu erstellen.“ Diese Berichte sind über die Projektwebsite auf der Website der National University of Ireland, Galway, verfügbar – der koordinierenden Einrichtung des Projekts.

Der Weg nach vorn ist nun klar

Die politischen Empfehlungen decken vier Hauptbereiche ab, von denen der erste die Ausweitung der aufsuchenden Sozialarbeit betrifft. So ist beispielsweise mehr Unterstützung für Jugendarbeiter in informellen Umgebungen erforderlich, in denen schutzbedürftige und sozial ausgegrenzte junge Menschen zu finden sind.

Darüber hinaus betont Prof. McGregor, dass die Teilnahme und das Engagement von jungen Menschen normalisiert werden müssen. „Wir schlagen vor, dass eine grundsätzliche Überprüfung und Neuausrichtung der politischen Bildung in Schulen, eine verstärkte Unterstützung der Arbeit von Gemeinschafts- und Jugendorganisationen und der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugend- und Freiwilligenorganisationen erforderlich ist.“

Außerdem müssen Maßnahmen ergriffen werden, um Ideologie und Praxis besser über verschiedene Strategien und Kontexte hinweg (z. B. in der Bildung) sowie zwischen Dienstleistungen und sozialen Maßnahmen zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements (z. B. Jugendclubs) abzustimmen.

Schließlich müssen strukturelle Ungleichheiten angegangen werden, die ein Hindernis für das Engagement junger Menschen darstellen, einschließlich diskriminierender Verfahren, die zur täglichen Routine geworden sind. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören eine gerechte Verteilung der Ressourcen, Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung und Möglichkeiten für soziale und wirtschaftliche Mobilität.

Eine bessere Zukunft für die Jugend von heute

Weitere Informationen über die Projektarbeit und die Ergebnisse werden in zwei Berichten des Kinder- und Familienforschungszentrums der UNESCO vorgestellt. Diese Berichte sind auf der Projektwebsite verfügbar, ebenso wie der „UNESCO Policy Brief on Youth Civic Engagement“ (UNESCO-Bericht zum gesellschaftlichen Engagement von Jugendlichen).

Die Projektergebnisse werden im Rahmen einer breiten Palette von Maßnahmen verbreitet und genutzt. Dies ermöglicht nicht nur eine starke Präsenz im Web und vor Ort, sondern erzielt auch die größtmögliche Wirkung bei den betreffenden Interessengruppen.

Sein Engagement für das Projekt trug zur beruflichen Entwicklung des leitenden Forschers und wissenschaftlichen Mitarbeiters von CMCG Prof. Robert Chaskin bei, der während seiner Laufzeit zum Leiter des UNESCO-Lehrstuhls für Integrativen Urbanismus an der Universität Chicago ernannt wurde. Dies wird die kontinuierliche Forschung und Wirkung im Bereich der städtischen Jugendstudien und der kritischen Reformen der Jugendpolitik unterstützen und sicherstellen.

Schlüsselwörter

CMCG, Engagement junger Menschen, gesellschaftliches und politisches Engagement, sozial ausgegrenzte Jugendliche, politische Bildung
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