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H2020

TRACE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 635266
Gefördert unter: H2020-EU.3.4.
Land: Portugal
Bereich: Verkehr und Mobilität, Digitale Wirtschaft

IKT-Tracking-Technologien zur Förderung von Laufen und Radfahren

Einzelpersonen, wie auch die gesamte Gesellschaft profitieren davon, wenn von der Autonutzung auf das Radfahren und Laufen umgestiegen wird. Im Rahmen einer EU-Initiative wurde durch IKT-Tools und -Dienste für die Bewegungsverfolgung ein innovativer Ansatz erarbeitet, um vor allem in Städten Anreize und Belohnungen für das Laufen und Radfahren zu schaffen.
IKT-Tracking-Technologien zur Förderung von Laufen und Radfahren
Öffentliche Behörden und andere Interessengruppen in Europa und auf der ganzen Welt suchen nach Wegen, um eine nachhaltige städtische Mobilität zu erreichen. Die Abkehr vom autobasierten Verkehr hin zu mehr Radfahren und Laufen kann zahlreiche Vorteile für Läufer, Radfahrer und die gesamte Gesellschaft schaffen. Ein solcher Umstieg wird sich positiv auf Verkehrsüberlastungen und Luftschadstoffe auswirken. Dieser Umstieg wird auch vorteilhafte Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen haben, die sich zum Laufen oder Radfahren entschließen, und indirekt werden hiervon auch diejenigen profitieren, die sich nicht zum Laufen oder Radfahren entschließen.

Das EU-finanzierte Projekt TRACE „zielte auf bewährte Maßnahmen zur Förderung des Radfahrens und Laufens zum Arbeitsplatz, zur Schule, zu Einkaufszwecken oder einfach in der Freizeit ab“, sagt Projektkoordinator Paulo Ferreira. Diese Maßnahmen wurden durch dedizierte Tracking-Tools zur Förderung von Verhaltensänderungen und zur Unterstützung der Mobilitätsplanung ergänzt.

IT-Tools als Mittel für mehr Radfahren und Laufen

„Um das immense Potenzial des Laufens und Radfahrens voll auszuschöpfen“, merkt Ferreira an, wurden im Rahmen von TRACE IKT-Tracking-Technologien zur Förderung und Planung des Radfahrens und Laufens in Städten entwickelt. Durch die Erweiterung des Wissens und durch Nutzung des Potenzials einer Verfolgung von Radfahr- und Laufaktivitäten rief das Projekt innovative Förderungsinitiativen und Planungsverfahren für das Radfahren und Laufen hervor.

Projektpartner erstellten, verfeinerten und lieferten neue Anwendungen, welche „die Anforderung für eine Veränderung der Kultur und Anreize für Reisende unterstützen“, erklärt Ferreira. Außerdem wurde die Anforderung angegangen, sensible Informationen für Planer bereitzustellen, die nach besseren Bedingungen zum Radfahren und Laufen suchen. Anwender, politische Entscheidungsträger und aktive Radfahrer wurden eng in jede Phase des Projekts miteinbezogen.

Teammitglieder widmeten sich IKT-Tracking-Diensten auf Grundlage einer frei verfügbaren Wissensbasis zu den Möglichkeiten, Herausforderungen, Lösungen und Vorteilen der Verfolgung von Radfahr- und Laufaktivitäten. Es wurden offen zugängliche Tools erstellt, um fundamentale IKT-Herausforderungen anzugehen, die durch marktorientierte Anwendungsentwickler aufgegriffen werden können. Gleichzeitig unterstützte das Team aktiv die direkte Miteinbeziehung von Handelsakteuren, die an der Entwicklung von hochwertigen Tools für die Förderung des Radfahrens und Laufens interessiert sind.

Inspiration, Wegbereitung und Belohnung für den Verkehrsmittelwechsel

Im Rahmen von TRACE wurden zwei Arten von Tracking-Tools entwickelt, die auf die Verhaltensänderung und Mobilitätsplanung fokussiert sind. Die Tools sind darauf ausgelegt, Bürger durch die Miteinbeziehung lokaler Geschäfte als Kontrollpunkt-Anbieter zur Nutzung des Fahrrads zu ermutigen, und hierfür zu belohnen. Überdies werden Training, Preisgewinne, sozialer Status und Leistungspunkte als positive Anreize für diesen Verkehrsmittelwechsel genutzt. Das Tracking-Tool unterstützt Mobilitätsplaner und politische Entscheidungsträger bei der Interpretation der relevantesten Informationen, die durch Tracking-Systeme erstellt werden. Hierdurch können sie Sachverhalte erkennen und priorisieren sowie spezifische räumliche und zeitliche Rahmen beobachten.

Die dedizierten Tracking-Tools wurden in acht europäischen Städten getestet, die als Pilotstandorte fungierten. Forscher beurteilten die Ergebnisse im Hinblick auf die Auswirkungen, Erfolgsfaktoren und Vorteile. Außerdem wurden wichtige Sachverhalte wie z. B. Datenschutz, Kosten, Interoperabilität, finanzielle/steuerliche Anreize, Infrastrukturplanung und Service-Konzepte adressiert. Schließlich wird in einem Toolkit eine Reihe praktischer Empfehlungen und Richtlinien für die Initiierung von Kampagnen zur Förderung des Radfahrens und Laufens präsentiert.

„Durch Nutzung der Vorteile, die aus der Entstehung und Marktaufnahme von IKT-Tools hervorgehen, die erschwingliche und zugängliche Wege für das Tracking von Laufen und Radfahren ermöglichen, hofft TRACE, dass europäische Stadtbewohner ihre Autos öfter zu Hause stehen lassen werden“, lautet die Schlussfolgerung von Ferreira. Die entwickelten Tracking-Tools sollen die Aufnahme von Maßnahmen zur Bekämpfung von Verkehrsüberlastungen beflügeln, um die Unterstützung und Planung für das Radfahren und Laufen in Städten zu verbessern.

Schlüsselwörter

TRACE, Laufen, Radfahren, Tracking-Tools, IKT-Tracking-Technologien, Mobilitätsplanung, städtische Mobilität
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