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FP6

BESTUFS II — Ergebnis in Kürze

Project ID: 506384
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Deutschland

Handlungsempfehlungen für städtische Abfallentsorgung

Das Projekt Bestufs II identifizierte mögliche Probleme für den Lieferverkehr in europäischen Städten und gab entsprechende Handlungsempfehlungen aus. Dabei baute das aus Güterverkehrsexperten, Nutzergruppen und Transportunternehmen bestehende Konsortium auf den Ergebnissen des thematischen Netzwerks Bestufs auf.
Handlungsempfehlungen für städtische Abfallentsorgung
Nach Analyse bewährter Verfahren empfahlen die Projektpartner u.a., verschiedene Ansätze bei der Abfallentsorgung im Innenstadtbereich in Betracht zu ziehen, statt sich auf einen einzelnen Ansatz zu konzentrieren. Basierend auf der Integration von Raumplanung und Abfallentsorgung sollten die am besten geeigneten Standorte für Mülldeponien und Verbrennungsanlagen ermittelt werden.

Die Analyse ergab, dass lokale Behörden Abfallentsorgungsunternehmen damit betrauen müssen, die Umweltbelastung gering zu halten. Zudem wurden die Mitgliedstaaten angehalten, dafür zu sorgen, dass nationale und regionale Regierungen mit privaten Betreibern kooperieren, um nachhaltige Lösungen zu finden.

Weiterhin wurde empfohlen, die Nutzung umweltfreundlicher Fahrzeuge (environment-friendly vehicles, EFV) und Maschinen zu unterstützen. Besonders effektiv erwies sich dabei der Direktkontakt zu größeren Fahrzeugflottenunternehmen, da sich auf diese Weise negative Auswirkungen auf die Umwelt schnell und einfach vermeiden lassen. Besonders sinnvoll sei die Nutzung von komprimiertem Erdgas (CNG), so das Ergebnis mehrerer Studien. Fahrzeuge mit Elektromotor hingegen seien besonders für den Stadtverkehr geeignet, beispielsweise in historischen Stadtzentren.

High-Tech-Kontroll- und Überwachungssysteme für Warentransport sind eher für größere, stark bebaute Gebiete geeignet. Manuell gesteuerte Systeme dagegen reduzieren den Kostenfaktor in kleineren Städten. Bei beiden Systemen ist es jedoch wichtig, Interessengruppen zeitnah über neue Maßnahmen zu informieren.

Regelungen zur Begrenzung des Fahraufkommens in Innenstädten sind nur dann sinnvoll, wenn sie die Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigen. Werden Nutzer bereits früh in die Planungsphase einbezogen, sind Fahrbeschränkungen wesentlich leichter durchzusetzen. Der Erfolg einer Fahrbeschränkung hängt daher maßgeblich von einer sorgfältig geplanten Informationskampagne ab.

Empfehlungen des Bestufs II-Projekts können nicht nur die Auswirkungen des Güterverkehrs auf die Umwelt reduzieren, sonder auch die innerstädtische Lebensqualität verbessern. Kürzere Anlieferzeiten wirken sich positiv auf das Geschäft und die Beschäftigungssituation aus und fördern die europäische Wirtschaft.

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