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Kartierung der Zukunft der Biodiversität

Der Klimawandel und die Expansion des Menschen gefährden die Biodiversität. Es gibt eine wachsende Übereinkunft, dass der einzige Weg zur Abwendung dieser Bedrohung es ist, effektive Anpassungsstrategien zu übernehmen sowie Entscheidungsträger durch die sorgfältige Überwachung unserer Umwelt mit genauen Informationen zu versorgen.
Kartierung der Zukunft der Biodiversität
Durch die GMES-Initiative (Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung) wurden EU-Dienste zur Umweltüberwachung definiert, entwickelt und implementiert. Der Fokus der GMES lag darauf, harmonisierte Geo-Informationen auf lokaler sowie internationaler Ebene in zeit- und kostengünstiger Weise bereitzustellen.

Ein gutes Beispiel für ein Projekt der GMES-Initiative ist geoland, das 2007 abgeschlossen wurde. Ziel war es, durch die Entwicklung und Demonstration einer Reihe von verlässlichen, finanzierbaren und kostengünstigen europäischen Geo-Informationsdiensten auf vorherigen Arbeiten aufzubauen. Zweck dieser Dienste sollte die Unterstützung der Umsetzung von europäischen Richtlinien sowie ihre nationale Umsetzung und die Implementierung von europäischen und internationalen Strategien sein.

Die 56 geoland-Partner entwickelten Produkte und Dienstleistungen, welche auf verfügbare Ressourcen der Erdbeobachtung in Kombination mit In-situ-Messungen zurückgriffen. Es war geplant, dass diese Geo-Informationsdienste die Behörden und Institutionen bei der Erfüllung ihrer umfangreicher werdenden Überwachungs- und Berichtspflichten unterstützen, darüber hinaus soll ihnen dabei geholfen werden, die natürlichen Ressourcen besser zu bewirtschaften.

Es erfolgte eine konzeptuelle Aufteilung des Projekts in regionale und globale Dienste. Die regionalen Dienste, welche sich auf die Umsetzung neuer europäischer Richtlinien konzentrieren, wurden in drei Beobachtungsstellen aufgeteilt.

Die Naturschutz-Beobachtungsstelle konzentrierte sich auf die "Richtlinie über die Erhaltung der natürlichen Lebensräume und die Vogelschutzrichtlinie", die "Ramsar-Konvention" und das "Übereinkommen über biologische Vielfalt". Die Beobachtungsstelle Wasser und Boden zielte auf die "Thematische Strategie für den Bodenschutz" und die "Wasserrahmenrichtlinie" ab. Die Beobachtungsstelle zur Raumplanung schließlich richtete sich an das "Europäische Raumentwicklungskonzept". Ein zentraler Dienst unterstützte die Beobachtungsstellen mit zusätzlichen Informationen.

Alle diese Aktivitäten berücksichtigten die Notwendigkeit, das Sechste Umweltaktionsprogramm und die "Strategie für die nachhaltige Entwicklung" umzusetzen. Diese zwei Programme, zwei der wichtigsten aktuellen europäischen Initiativen, wurden durch sämtliche wichtigen Akteure abgestimmt, um langfristige nachhaltige Änderungen in der Umwelt, vom Wasser bis hin zur Luft, zu erzielen.

Globale Dienste konzentrierten sich auf die Unterstützung von Maßnahmen zum globalen Wandel und zur nachhaltigen Entwicklung. Diese Projekte waren wiederum in drei Beobachtungsstellen unterteilt. Zwei Beobachtungsstellen, eine für die Überwachung des natürlichen Kohlenstoffflusses, die andere für die Überwachung des Waldsektors, lieferten Informationen in Übereinstimmung mit neuen UN-Foren über den Klimawandel und Änderungen der Waldnutzung. Eine Beobachtungsstelle für die Lebensmittelsicherheit und Nutzpflanzen zielte auf Fragestellungen der Nahrungsmittelhilfepolitik ab. Auch hier unterstütze ein zentraler Dienst die Beobachtungsstellen mit zusätzlichen Informationen.

Während des Projekts ist es gelungen, aus Erdbeobachtungen abgeleitete Informationen wie Karten, Statistiken, Indikatoren, Typologien und Szenarien zu erhalten, welche die systematische und räumliche Gebietsanalyse ermöglichen. Dies eröffnet der Europäischen Kommission, den Mitgliedsstaaten und den Regionen Zugang zu Informationen und Werkzeugen und wird Entscheidungsträger in die Lage versetzen, Maßnahmen zum Schutz unserer wertvollen Biodiversität effizient umzusetzen und zu bewerten.

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