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FP6

ISIS TS2 — Ergebnis in Kürze

Project ID: 11723
Gefördert unter: FP6-INFRASTRUCTURES

Neue Einrichtungen und Instrumente für die Erforschung von Materialien

Zu verstehen, warum sich einzelne Substanzen genau so verhalten, wie es beobachtet werden kann, ist grundlegend für die Entwicklung neuer Materialien, die speziell an einen Anwendungsbereich angepasst sind.
Neue Einrichtungen und Instrumente für die Erforschung von Materialien
Die EU und Gemeinschaftsförderung haben die Fähigkeiten Europas, diesbezügliche Forschung in einer neu geschaffenen Einrichtung und mit neuen Instrumenten durchzuführen, umfangreich erweitert. In der Einrichtung ISIS TS2 werden ein Linear- und ein Ringbeschleuniger kombiniert, um einen Protonenstrahl direkt in ein Ziel aus dünnen Metallschichten zu schießen. Dieser Beschuss erzeugt (durch einen Prozess, der als Spallation bekannt ist) gestreute Neutronen, die zur Visualisierung und zur Untersuchung von Material auf atomarer Ebene Anwendung finden können. Neutronenstreuexperimente bringen die Position und das Verhalten von Atomen ans Tageslicht und ermöglichen es den Forschern, den Abstand und die Kräfte zwischen ihnen zu messen.

Hauptaugenmerk des Projekts ISIS TS2 ("ISIS Target Station 2") lag darauf, den europäischen Forschern einen besseren Zugang zu einzigartigen und speziellen Instrumenten zu gewähren, die für interdisziplinäre Studien unter Verwendung dieses Verfahrens notwendig sind. Es zeigte sich, dass diese Instrumente insbesondere bei der Untersuchung der weichen kondensierten Materie, im Rahmen der biomolekularen Wissenschaften und der Wissenschaften auf Nanoebene nützlich sind.

Der Erfolg des Projekts kann anhand des Baus der erforderlichen Gebäude und der Einrichtung der notwendigen Dienstleistungen, der extrahierten Protonenstrahlen, der Targetstation und der Moderatoren gemessen werden. Im Anschluss hieran ergaben sich 1.000 Stunden erfolgreicher Nutzung der von der Anlage extrahierten Protonenstrahlen; eine Aufgabe, die durch einige für die sehr niedrige Betriebstemperaturen erforderlichen Komponenten noch schwieriger wurde. Ursprünglich war geplant, sieben Instrumente zu bauen. Im Rahmen der Experimente externer Benutzer werden nun sechs Instrumente betrieben, dass siebte befindet sich in der Phase der Inbetriebnahme.

Die Öffnung von ISIS TS2 für externe Forscher sollte Europa dabei helfen, seine internationale Führungsrolle im Bereich der Neutronenstreuung zu bewahren – und, als Ergebnis, in vielen Bereichen der Forschung, Technologie und Technik führend zu bleiben.

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