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Schutz eines globalen Schatzes

Das Engagement der EU im Bereich der Feuchtgebiete Pantanals in Südamerika, die ein Höchstmaß an Biodiversität aufweisen, hat den Weg für solide Strategien einer nachhaltigen Entwicklung und Protektion dieser Region geebnet.
Schutz eines globalen Schatzes
Neben den Regenwäldern und ihrer Bedeutung als natürlicher Lebensraum, gilt das Pantanal als das weltweit größte Feuchtgebiet. Die hier anzutreffende Biodiversität ist einzigartig. Diese Region in Südamerika erfordert eine konstante Überwachung, um ihre Reichhaltigkeit zu schützen und das nachhaltige Wassermanagement sicherzustellen. Die Region ist auch für den Europäischen Forschungsraum (ERA) wichtig, bietet umfangreiche Einblicke in die Geowissenschaften und ermöglicht der EU, zur Steigerung der Nachhaltigkeit des Planeten beizutragen.

Das EU-finanzierte INREP-Projekt ("Institutions and Research in the Pantanal: Towards a Bioregional Research Agenda to Support Policy Institutions, Legal Frameworks and Social Action") unterstützte das nachhaltige Wassermanagement und die Biodiversität in dieser Region. Dank Europas Erfahrungen im Bereich des Flussmanagements, der Biodiversität und aufgrund relevanter Forschung ermöglicht diese Partnerschaft mit Bolivien, Brasilien und Paraguay der EU, im Rahmen von Workshops, Symposien und Empfehlungen Hilfestellungen anzubieten.

Eine SWOT-Analyse der Region sowie länderspezifische Dokumente, welche Prioritätsmaßnahmen für die Region einschließlich einer soliden Forschungsagenda enthalten, konnten vom Projektteam vorbereitet werden. Hierzu gehören Umweltaspekte und Lösungen, die Verzeichnung und die Überwachung von Ökosystemen, Diagnosen und Lösungen für die nachhaltige Entwicklung sowie andere wichtige Themen. Das Management von nachhaltigen Naturressourcen beispielsweise behandelte die Frage, wie die Feuchtgebiete von Landwirten und Fischern bewirtschaftet werden müssen, und ermöglichte eine Kosten-Nutzen-Analyse sowie die Aufrechterhaltung der Wasser- und Landqualität.

Andere, während des Projekts behandelte Themen umfassten die Verbesserung der Wasserwege in der Region wie dem Paraguay-Parana-Fluss. Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Feuchtgebiete wurden ebenfalls behandelt, wie auch die Bewahrung der Feuchtgebiete in ihrem aktuellen Zustand und verschiedene Technologien zur Überwachung. Hierzu gehörten biologische, chemische, klimatische und ökologische Parameter, die durch das Globale Überwachungssystem für Erdbeobachtungssysteme (GEOSS) und die EU-Wasserinitiative – Lateinamerika (EUWI-LA) überwacht werden können. Das Projekt untersuchte auch Governance, Gesetze, Institutionen und politische Maßnahmen, welche den Zustand des Pantanals beeinflussen, sowie die Beteiligung von Interessenvertretern und das soziale Engagement bezüglich der Entscheidungsfindung.

Diese Region gehört zum UNESCO-Welterbe und ist eine der bemerkenswertesten ökologischen Schätze des Planeten. Die Ergebnisse des INREP-Projekts werden bei der Entwicklung von Szenarien zum Schutz des Pantanals helfen und sicherstellen, dass es nicht durch den Eingriff des Menschen bedroht wird.

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