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FP6

AQUAS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 15105
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Spanien

Entwicklung umweltfreundlicher und nachhaltiger Fischzuchtanlagen

Aquakultur und Wasserqualität sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig – manchmal positiv, manchmal negativ. Eine europäische Forschungsinitiative soll dieses Zusammenspiel analysieren.
Entwicklung umweltfreundlicher und nachhaltiger Fischzuchtanlagen
Die Aquakultur ist eine der wenigen Industriebereiche, welche in diesen schwierigen finanziellen Zeiten ein Wachstum aufweisen. Wichtig ist jedoch sicherzustellen, dass das positive Image nicht beschädigt wird, da Umweltauswirkungen wie Algenblüten und die Eutrophierung ein negatives Bild auf Aquakulturen werfen.

Die Aquakultur steht in hohem Maße mit der Wasserqualität in Verbindung, über diese Beziehung ist allerdings wenig bekannt. Finanzierung seitens der EU wurde bereitgestellt, um diese Aspekte im Rahmen des AQUAS-Projekts ("Water Quality and Sustainable Aquaculture: Links and Implications") zu untersuchen.

Die Untersuchung des wechselseitigen Zusammenhangs zwischen der Aquakultur und der Wasserqualität erfolgte an drei Orten, an denen verschiedene Fische und Schalentiere gezüchtet werden. Wasser- und Sedimentproben wurden bezüglich einer Reihe von Parametern untersucht, darüber hinaus erfolgte auch die Sammlung von Daten zu Wetterbedingungen, Strömungen und Finanzen.

Eine umfangreiche Auswertung der Daten, einschließlich numerischer Simulationen, führte zu einer Reihe von wichtigen Empfehlungen für die nachhaltige Aquakultur. Die Artendichte beispielsweise sollte minimiert werden, um die Entstehung von Krankheiten zu vermeiden und gleichzeitig die Notwendigkeit, Antibiotika einzusetzen, zu eliminieren. Die Überfütterung ist ein weiterer häufiger Fehler. Ein besseres Lebensmittelmanagement kann nicht nur unnötige Nährstoffansammlungen in der Nähe der Fischzuchtanlagen verhindern, hierdurch kann auch Geld eingespart werden.

Die Gesetzgebung könnte mit Blick auf die Zukunft zudem auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene besser aufeinander abgestimmt werden. Obwohl in einigen Regionen bereits Umweltüberwachungsprogramme vorhanden sind, könnten diese bezüglich einer harmonisierten Datensammlung besser koordiniert und bezogen auf ihre geografischen Erfassung zudem ausgeweitet werden.

Bemühungen, die Wasserqualität zu verbessern, nutzen nicht nur der Umwelt und den lokalen Ökosystemen, sie verbessern auch die Produktivität der Fischzuchtanlagen.

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