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FP6

SHIPDISMANTL — Ergebnis in Kürze

Project ID: 12561
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Griechenland

Umweltfreundliches Abwracken

Das Abwracken mehrerer hundert Schiffe pro Jahr ist ein riskantes Unterfangen für Arbeiter und Umwelt. Nun könnte die Forschung auf diesem Gebiet mehr Sicherheit bringen und gleichzeitig Kosten reduzieren.
Umweltfreundliches Abwracken
Die Schifffahrt ist ein integraler Bestandteil von Handel und Tourismus in Europa und hat in der Geschichte und der Entwicklung vieler Mitgliedstaaten eine wichtige Rolle gespielt. Aber auch Schiffe halten nicht ewig, sie werden im Durchschnitt nur 20 bis 25 Jahre alt. Und was passiert, wenn das Leben eines Schiffes zu Ende geht? Es wird demontiert und recycelt. Allerdings enthalten ältere Schiffe oft giftige Stoffe, von Asbest und Blei bis zu schädlichen chemische Substanzen.

Um die Umwelt und die Gesundheit der an der Demontage arbeitenden Menschen zu schützen, unterstützte die EU ein Projekt mit dem Namen Shipdismantl ("Cost effective and environmentally sound dismantling of obsolete vessels"). Dabei arbeiteten Teilnehmer aus der EU sowie die Türkei und Indien, zwei der führenden Länder im Bereich der Abwrackung, zusammen.

Besonders gefährlich für die Arbeiter ist, dass sie oft nicht wissen, welche Teile des Schiffes gefährliche Stoffe enthalten, bis es zu spät ist. Die Bereitstellung dieser Informationen auf organisierte Art und Weise und mithilfe technologischer Mitteln wie Entscheidungsunterstützungssystemen war ein wichtiges Ziel von Shipdismantl.

Die Lösung ist ein Inventarmodell für Gefahrenstoffen an Bord. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine Liste mit Einzelheiten über die genaue Art, Lage und Charakteristik aller potenziell gefährlichen Materialien auf dem Schiff. Mithilfe dieses Inventars können die Arbeiter bei der Demontage besser mit Risiken umgehen, die diese Stoffe für sie selbst und die Umwelt bergen.

Zu klären bleibt, wer für die Erstellung und die Verwaltung des Inventars zuständig sein soll, eine Frage, die derzeit zwischen den verschiedenen Interessengruppen diskutiert wird. Die daraus resultierende Gesetzgebung wird den Beginn einer neuen Ära des umweltverträglicheren und sichereren Recyclings von Schiffen einläuten.

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