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FP6

NETBIOCOF — Ergebnis in Kürze

Project ID: 20007
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Deutschland

Das Energie-Versprechen durch Zufeuerung von Biomasse

Eine Mischung aus Bio-Treibstoff und herkömmlichem Treibstoff biete eine kostengünstige Möglichkeit zur Erzeugung umweltfreundlicherer Energie. Durch die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur zur Erreichung seiner Ziele eröffnet dieser Ansatz viel versprechende Perspektiven für die Entwicklung nachhaltiger Energien.
Das Energie-Versprechen durch Zufeuerung von Biomasse
Die EU-finanzierte Initiative Netbiocof ("Integrated European network for biomass co-firing") hatte sich vorgenommen, die europäische Zusammenarbeit zwischen Forschungsorganisationen aus dem Bereich Biomasse-Zufeuerung zu fördern. Die Teammitglieder untersuchten Möglichkeiten, den Einsatz von Biomasse-Zufeuerung in neuen und bestehenden Kraftwerke zu fördern, insbesondere in den neuen EU-Mitgliedstaaten.

Bei der Zufeuerung werden umweltverträglichere oder kohlenstoffneutrale Brennstoffe wie etwa Biomasse zusammen mit traditionellem Brennstoff wie Kohle verbrannt, um in Kraftwerken Strom zu erzeugen. Durch die Kombination von Biomasse mit Kohle bei der Zufeuerung erhält man hinsichtlich der Effizienz mehrere Vorteile. Darüber hinaus stehen die Ergebnisse im Einklang mit dem Kyoto-Protokoll, das eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 8% bis zum Jahr 2012 vorsieht.

Das Projekt etablierte eine von Experten geführte Koordinationsplattform für die Bewertung laufender Forschungsarbeiten und bewährter Verfahren (best practices). Das Interesse galt auch den Hindernissen, die die Umsetzung dieser Technik blockierten, außerdem wurden Strategien für die Umsetzung und zukünftige Forschungen vorgeschlagen.

Netbiocof hat in Europa erfolgreich Forschungsbemühungen koordiniert und Überschneidungen minimiert. Die Vernetzung unter Akteuren wie Forschungszentren und Unternehmen wurde gefördert und gleichzeitig formulierten die Projektpartner wertvolle Empfehlungen für die Umsetzung der Biomasse-Zufeuerung in Europa. Dabei berücksichtigten sie sozioökonomische, technologische, klimatische, rechtliche und politische Anforderungen für diesen Prozess.

Ein weiterer wichtiger Erfolg war die Anregung zukünftiger Forschung und Entwicklung (FuE) auf gesamteuropäischer Ebene durch die Förderung des Aufbaus von Forschungsclustern in diesem Bereich. Dies geschah parallel zu laufenden Aktivitäten zur Informationsverbreitung und der Förderung von Biomasse-Zufeuereung als umweltverträgliche Alternative.

Angesichts des Kyoto-Protokolls werden umweltfreundliche Lösungen wie die Zufeuerung zwangsläufig Teil der europäischen Realität sein, und dieses Projekt hat dazu beigetragen, diese der Politik näher zu bringen.

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