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FP6

SPONGES — Ergebnis in Kürze

Project ID: 17800
Gefördert unter: FP6-SME
Land: Deutschland

Schwämme - nicht nur für die Badewanne gut

Wer hätte gedacht, dass der gebräuchliche Badeschwamm eine Reihe wertvoller, mitunter teurer chemischer Substanzen enthält? Neue Verfahren zur Züchtung dieser seltsam anmutenden Meeresorganismen könnten Europa eine führende Stellung auf dem Weltmarkt verschaffen.
Schwämme - nicht nur für die Badewanne gut
Beispielsweise enthalten Schwämme sekundäre Metaboliten, darunter eine Reihe chemischer Substanzen, die allerdings nicht der Fortpflanzung oder anderen Primärfunktionen der Schwämme dienen. Häufig finden diese Metaboliten bei der Arzneimittelentwicklung, der Herstellung von Kosmetika oder sogar als Nahrungsergänzungsmittel Verwendung. Obwohl verschiedene Metaboliten in Schwämmen gefunden wurden, reichte die herkömmliche Schwammproduktion bislang jedoch nicht zur kommerziellen Nutzung.

Das EU-finanzierte Projekt SPONGES (Sustainable production, physiology, oceanography, natural products, genetics and economics of sponges) suchte somit nach Möglichkeiten, die Produktion von Schwämmen voranzutreiben und untersuchte deren natürlichen Lebensraum, insbesondere Nahrungsaufnahme und ideale Wachstumsbedingungen.

Ziel der Forschungen war es, die Schwammzucht in Aquakulturen verbessern. Genetische Analysen lieferten Aufschluss, wie sekundäre Metaboliten produziert werden, was wiederum genutzt werden kann, um die Produktivität der Zucht zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts wurden auch potenzielle kommerzielle Produkte entwickelt, u.a. eine Hautcreme.

Zu den Projektergebnissen und biotechnologischen Fortschritten, die im Rahmen von SPONGE erzielt wurden, sind mehrere Beiträge in unabhängigen Fachzeitschriften erschienen. Hauptsächlich sollen sie den Weg für eine nachhaltige Produktion von Naturschwämmen bzw. deren sekundärer Metaboliten ebnen.

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