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FP6

POWWOW — Ergebnis in Kürze

Project ID: 19898
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Dänemark
Bereich: Energie

Wind- und Wellenforscher vereinen Kräfte

Ein virtuelles Labor konnte nun Resultate vorlegen, die man durchaus als alles andere als virtuell bezeichnen könnte. Ergebnis ist eine engere Zusammenarbeit bei der Windprognose, von der sowohl die Wind- als auch die Wellenenergienutzung profitieren werden.
Wind- und Wellenforscher vereinen Kräfte
Für die Auswahl von Standorten für Windkraftanlagen - ganz egal ob onshore oder offshore - ist Wissen über die Windstärke und zur vorherrschenden Windrichtung eine Grundvoraussetzung. Bei der Anordnung der Turbinen in Windparks müssen außerdem Nachlaufeffekte in Turbinennähe berücksichtigt werden. Wellenenergieexperten sollten sich gleichermaßen für die Windkraftnutzung interessieren, da Wellen sowohl vom Wind als auch durch die Schwerkraft erzeugt werden.

Fakt ist allerdings: Auch wenn sich ein großer Teil der in den Bereichen Wind- und Wellenenergie eingesetzten Anlagen und Verfahren ähnelt, gibt es doch überraschend wenig Zusammenarbeit und Dialog zwischen diesen beiden Gruppen. Das Projekt "Prediction of waves, wakes and offshore wind", kurz Powwow, zielte auf den Aufbau starker Beziehungen und somit eine maximale Wirkung der begrenzten Finanzmittel für Forschung und technologische Entwicklung (FTE).

Mit Hilfe einer Reihe von Maßnahmen brachte man die führenden Wissenschaftler dieser Disziplinen an einen Tisch und nahm sich spezieller Forschungslücken, so etwa des Mangels an Untersuchungsdaten, an. Die menschliche Komponente dabei berücksichtigte man durch die Schaffung von virtuellen Laboratorien, sogenannten Vilabs, zur Modellierung des Strömungsfelds auf der windabgewandten Seite (Wake) und zur kurzfristigen Prognose (short-term prediction, STP). Das Vilab zur Wake-Modellierung hat sich am erfolgreichsten bewährt - diese Modelle befinden sich noch in einer Aufbauphase.

Eine Serie thematischer Workshops trug zur besseren gemeinsamen Nutzung von Wissen in diesen speziellen Fachgebieten bei. Themen waren unter anderem bewährte Verfahren und Praktiken, Wake-Effekte, die Rolle von Vorschriften und Umweltkriterien sowie Prognosen im Bereich Energieerzeugung. Innerhalb des Powwow-Projekts bemühte man sich ernsthaft, die Reichweite über die EU-Mitgliedstaaten hinaus zu erweitern, indem Wissenschaftler aus den Beitrittsländern sowie ferneren Ländern wie etwa Brasilien eingeladen wurden.

Größtes Vermächtnis von Powwow ist jedoch möglicherweise die Tatsache, dass sich die Auswirkungen des Projekts über sein Ende hinaus erstrecken. So sind zum Beispiel mehrere Expertengruppen übereingekommen, sich weiterhin regelmäßig zu treffen, um langfristige Ziele wie die Entwicklung von Standards auf diesen aufstrebenden Gebieten zu verfolgen.

Verwandte Informationen

Schlüsselwörter

Windenergie, Wellenenergie, Prognose von Nachlaufeffekten, kurzfristige Vorhersage, virtuelles Labor
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