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FP6

CRAB — Ergebnis in Kürze

Project ID: 19023
Gefördert unter: FP6-LIFESCIHEALTH
Land: Frankreich

Vermeidung von Antibiotikaresistenzen

Führende europäische Wissenschaftler erforschten gemeinsam die Ursachen von Antibiotikaresistenzen.
Vermeidung von Antibiotikaresistenzen
Antibiotikaresistenzen (AR) sind eines der Hauptprobleme im Zusammenhang mit Antibiotikatherapien. Obwohl auch eine unsachgemäße Einnahme zur Resistenzbildung beiträgt, ist der Transfer von AR-Genen zwischen den Bakterien von größerer Bedeutung. Ein solcher Transfer erfolgt durch mobile genetische Elemente, z.B. Integrone, Transposone und Plasmide, die zwischen den Genomen hin und her springen und auf diese Weise AR-Gene weitergeben. Und obwohl diese Zusammenhänge inzwischen weitestgehend geklärt sind, wurden kaum Methoden entwickelt, um diesem Phänomen beizukommen oder es zu verhindern.

Hauptziel des EU-finanzierten Projekts CRAB (Combating resistance to antibiotics) war die Erforschung molekularer Mechanismen über den gesamten Transferprozess von AR-Genen. Erhellt wurde vor allem, wie sich mobile Elemente in die bakterielle DNA integrieren.

Außerdem stellte sich heraus, dass AR-Gene als einzelsträngige DNA-Moleküle weitergegeben werden, was eine bakterienspezifische so genannte SOS-Antwort im Wirtspathogen auslöst. Diese Erkenntnis liefert Aufschluss über die wichtige Rolle von DNA-Schäden im AR-Gen-Transfer. An einem klinisch relevanten Modell wurden mehrere bakterielle Gene identifiziert, die das bakterielle Wachstum und die Ausbreitung von AR-Genen fördern. Neue Therapien könnten nun beispielsweise darauf basieren, die Expression dieser Gene und damit den Transfer von Resistenzgenen zu verhindern.

Insgesamt lieferte die Studie neue Erkenntnisse zu den Eigenschaften mobiler genetischer Elemente und den Transfermechanismen von AR-Genen. Daraus könnten Therapien abgeleitet werden, die das bakterielle Wachstum hemmen und die Ausbreitung von Resistenzen verhindern.

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