Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

MENGTECH — Ergebnis in Kürze

Project ID: 20121
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Belgien

Kneifende Rahmenmodelle für nachhaltige Entwicklung

Um die ehrgeizigen EU-Ziele in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung zu erreichen, müssen sich die Bemühungen auf die Entwicklung neuer Energieversorgung und Netzwerkinfrastrukturen konzentrieren. Ein EU-finanziertes Projekt befasste sich mit der Verbesserung von vier zusammenhängenden energiepolitischen Modellen für eine nachhaltige Entwicklung.
Kneifende Rahmenmodelle für nachhaltige Entwicklung
Das Mengtech-Projekt ("Modelling of energy technologies prospective in a general and partial equilibrium framework") wollte Modellrahmen für die Realisierung einer besseren Beurteilung von Energiepolitiken hinsichtlich der Ziele für nachhaltige Entwicklung entwickeln und erweitern. Vier bestehende Modelle wurden im Hinblick auf die Annahme und die Auswirkungen zukünftiger Energietechnologien als mangelhaft eingestuft. Und an dieser Stelle trat Mengtech auf den Plan und bemühte sich, ihre Entwicklung voranzutreiben.

Um die Erweiterung des makroökonomischen GEM-E3-Modells (Allgemeines Gleichgewicht der Welt und der EU) zu testen, wurde ein Klimapolitikszenario evaluiert. Überlegungen in diesem Bereich zeigten, wie wichtig es ist, die Rohstoffgewinnung explizit zu modellieren. Allerdings traten einige Probleme und Fragen auf und machten deutlich, dass das Modell rekalibriert und aktualisiert werden müsste. Mithilfe politischer Analysen wurden die Auswirkungen neuer Modellierungsfunktionen auf die politische Bewertung untersucht.

Für die Weiterentwicklung des POLES-Modells (weltweites Energiesystem) entwickelten die Projektpartner eine Referenz und eine Projektion der Kohlenstoffbeschränkung des weltweiten Energiesystems bis 2100. Diese Zusätze ermöglichen einen Ausblick auf die zu erwartenden großen Struktur- und Entwicklungsveränderungen des weltweiten Energiesystems in verschiedenen politischen Kontexten. Das Ergebnis zeigt klar, dass radikale Veränderungen in diesem Bereich notwendig sind.

Bei den Arbeiten zu politischen Vorgängen, bei denen das Primes-Modell (europäisches Energiesystem) zum tragen kommt, das sich auf die Förderung der Wasserstoffwirtschaft konzentriert, stellte sich heraus, dass das Timing hierfür und alle erhofften Erfolge von technologischen Entwicklungen abhängen. Im Zentrum steht dabei eine Reduzierung der Kosten für Brennstoffzellenstacks und -systeme. Hinsichtlich des Anteils von elektrischen Fahrzeugen im Straßenverkehr und der enstprechenden Sektoren zeigen die Ergebnisse, dass eine frühzeitige Umstellung des europäischen Straßenverkehrs eher durch die Stärke der Elektrifizierung und nicht mittels einer Verschiebung hin zu einem wasserstoffbasierten System erreicht werden kann.

Durch den Einsatz des LOPEX-Modells (Langfristige Öl- und Erdölförderung) sollte untersucht werden, welche Bedingungen für eine Marktentspannung und einen niedrigeren Rohölpreis erforderlich sind. Die Teammitglieder führten daraufhin eine Sensitivitätsanalyse der wirtschaftlichen, energiebezogenen und ökologischen Indikatoren für den Ölpreis mit zwei verschiedenen Versionen von Nemesis (ein makroökonometrisches EU-Modell) durch. Das eine bezog sich auf exogenen technischen Wandel, das andere auf endogenen technischen Wandel.

Veränderungen an bestehenden Modellen durch die Einbindung zusätzlicher Mechanismen sollen politische Analysen, Unterstützung und Beteiligung verbessern und Ansätze zur Entscheidungsfindung unter unsicheren Bedingungen fördern. Die Ergebnisse aus Mengtech bieten auch die Möglichkeit, die Durchführbarkeit und die Konkurrenzfähigkeit von unterschiedlichen Technologien und deren möglichen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele besser zu untersuchen.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben