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FP6

TURBOWASH — Ergebnis in Kürze

Project ID: 16757
Gefördert unter: FP6-SME

Mit Bauabfällen aufräumen

In einem EU-finanzierten Projekt wurde ein schnelles und effizientes Wasseraufbereitungssystem entwickelt, mit dem der Wasserverbrauch und der Bedarf an chemischen Flockungsmitteln reduziert werden konnte.
Mit Bauabfällen aufräumen
Verunreinigte Bauabfälle können ein ernsthaftes Umweltproblem werden. Bau- und Abbruchabfälle wiederzugewinnen kann die Belastung von Deponieräumen lindern und die Kosten für die Gewinnung von Zuschlagstoffen senken. Das Abfallmaterial ist auch eine wertvolle Quelle an oberer Bodenschicht und Metallen. Die Reinigung von Bauschutt kann Wert, Qualität und Einsatzmöglichkeiten der wiedergewonnenen Materialien verdreifachen. Allerdings werden bei aktuellen Methoden erhebliche Mengen an Wasser verbraucht chemische Mittel zugegeben.

In der Turbowash-Initiative ("Construction and demolition waste washing system with increased mobility through rapid coagulation of turbid water") wurden innovative Elektrokoagulation und Trenntechnik verwendet, um ein umweltfreundliches und kostengünstiges mobiles Reinigungssystem zur Entfernung von Wassertrübung zu entwickeln. Das System bot höhere Effizienz und Zuverlässigkeit durch die Erhöhung der Reinigungs- und Behandlungsrate. Dadurch konnte auf Koagulationschemikalien verzichtet und der Wasserverbrauch reduziert werden.

Zu den Projektpartnern gehörten kleine und mittlere Unternehmen (KMU), deren Hauptziel es war, den Einsatz von schädlichen Chemikalien bei der Behandlung von Bauschutt zu reduzieren. Erreicht wurde dies durch die Entwicklung eines modularen Reinigungssystems mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Litern. Durch den modularen Aufbau des Systems kann es für weitere Behandlungsanwendungen erweitert werden. Außerdem reduzierte der Einsatz des neuen Systems die Anzahl an Fahrzeugbewegungen auf der Baustelle erheblich.

Die von Turbowash entwickelte Technologie für Bauschutt-Waschwasser und Elektrokoagulation wurde im Rahmen eines Pilotprojekts validiert. Zwei Fallstudien wurden verwendet, um die Auswirkungen der Technologie auf verarbeiteten Bauschutt, Ablagerungen aus der Bodenextraktion und Rückstände aus Fahrbahnabrissen zu untersuchen.

Mit den Daten aus dem Projekt konnte das Wissen über die Eigenschaften und Leistungsmerkmale von Aufbereitungstechnik für Bauabfällen vermehrt werden. Diese Informationen und die Anwendung des Reinigungssystems werden dazu beitragen, den Wasserverbrauch zu reduzieren, die Wiederverwertung von Abfallstoffen zu fördern und damit die Nachhaltigkeit der Bauindustrie zu steigern.

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