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Trink Milch!

Eine Initiative mit dem Schwerpunkt Molkereien hat ein überzeugendes Onlinewerkzeug zum Thema Wärmebehandlung entwickelt. Damit werden kleinere Unternehmen im Milchsektor Qualität, Geschmack, Nährwert und Marktfähigkeit ihrer Produkte verbessern können.
Trink Milch!
Die Milchwirtschaft ist ein integraler Bestandteil der europäischen Industrie: Von Dänemark und Irland bis Bulgarien und Griechenland sind Kühe ein äußerst alltäglicher Anblick. Das EU-finanzierte Projekt mit dem Titel "The development of predictive models on the Internet for optimisation of heat treatment of raw milk in small and medium-sized dairy companies", abgekürzt Milq-QC-Tool, erstellte eine Onlineanwendung, die der Milchwirtschaft Hilfestellung leistet. Das Projekt ermöglichte kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dieses Sektors, die Wärmebehandlung bei molkereitechnischen Prozessen und Molkereiprodukten durch den Zugang zu einer leistungsstarken Software zu optimieren, die traditionell vor allem den größeren Firmen in dieser Branche zur Verfügung steht.

Die Anwendung mit der Bezeichnung WebSim-MILQ untersucht im Rahmen einer Plattform eine Anzahl von Parametern bezüglich der Wärmebehandlung. Diese bewährten Vorhersagemodelle können die Produktentwicklung unterstützen, den Energieverbrauch senken und die Produktion ankurbeln.

Viele KMU in dieser Branche verfügen über nur wenige Mitarbeiter mit ausreichend Fachwissen zum Bewerten der Milchqualität. Die neue, nutzerfreundliche Software bietet eine effizientere Lernkurve, die es den Unternehmen gestattet, in einem sich stetig verändernden Geschäftsumfeld schneller zu wachsen. Dies ist von besonderer Wichtigkeit, da die Regulierungsbehörden für Lebensmittelsicherheit und die Anforderungen des Marktes immer mehr Druck auf die Branche ausüben.

Das Projekt kann dank eines optimierten Erwärmungsprozesses und Modellen für optimale Qualität und Lebensmittelsicherheit dazu beitragen, durch weniger Verunreinigungen, Energieverbrauch, Abfall und Wasserverbrauch bis zu 30% der Betriebskosten einzusparen. Von diesen Modellen verspricht man sich mehr Einheitlichkeit in den Punkten Qualität, Geschmack, Textur und Hygiene. Auch eine Feinabstimmung von Geschmack, Textur und Nährwert können sie leisten.

Das neue Know-how bei der Wärmebehandlung verschafft den KMU schließlich die Möglichkeit, schnell auf Sicherheitsvorschriften, ernährungsspezifische Anforderungen oder Epidemien zu reagieren. Auf alle Fälle wird die Markteinführungzeit für neue Produkte beträchtlich minimiert, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors und eine bessere Kontrolle des Endprodukts erreicht werden. Die Resultate wurden für Interessengruppe verfügbar gemacht. Die aus diesem Projekt erwachsenden Vorteile sollten bereits in naher Zukunft ihren Weg auf den Markt finden.

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