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FP6

POLEXGENE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 19114
Gefördert unter: FP6-LIFESCIHEALTH
Land: Belgien

Ansätze zur Verbesserung der Ex-vivo-Gentherapie

Führende Forscher optimierten den nicht-viralen Gentransfer für Ex-vivo-Gentherapien bei Augenerkrankungen und kardiovaskulären Erkrankungen.
Ansätze zur Verbesserung der Ex-vivo-Gentherapie
Die Gentherapie ist eine neue Technologie zur Behandlung von Erbkrankheiten mit dem Ziel, "defekte" Gene im Zielgewebe zu korrigieren. Das entsprechende Gen wird lokal transferiert bzw. es werden dem Körper Zellen entnommen, die außerhalb des Körpers (ex vivo) mit "richtigen" Genen ausgestattet und anschließend rückübertragen werden. Trotz intensiver Forschungen zur Entwicklung viraler und nicht-viraler Vektorsysteme behindern jedoch noch vielfältige Nebenwirkungen wie Toxizität und Immunogenizität die Wirksamkeit von Gentherapien.

Das EU-finanzierte Projekt POLEXGENE (Biocompatible non-viral polymeric gene delivery systems for the ex vivo treatment of ocular and cardiovascular diseases with high unmet medical need) entwickelte einen nicht-viralen Ansatz zur Therapie von Augen- und kardiovaskulären Erkrankungen. Die Projektpartner setzen positiv geladene Polymerverbindungen gegen negativ geladene DNA ein, um die zelluläre Aufnahme zu erleichtern.

Zur Verbesserung der Interaktion zwischen DNA-Komplexen und Zelle wurde eine neue Gentransfertechnologie basierend auf CIP (cell interacting peptides) eingesetzt. CIP-Proteine besitzen die Fähigkeit zur Translokation, d.h. sie transportieren DNA durch die Zellmembran ins Zellinnere.

Mittels verschiedener Techniken, u.a. einem neuartigen Impedanz-Chip, wurden die Bildung von DNA-Polyplexen und die Effizienz der zellulären Aufnahme optimiert. Zudem erfolgten eine detaillierte chemische Charakterisierung der DNA-Polyplexe sowie eine Analyse der Polyplex-Zell-Interaktionen. Gleichzeitig wurde die Effizienz des Gentransfers in verschiedenen Zelltypen biologisch evaluiert. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Effizienz des DNA-Transports durch einige der neuen Polymere verbessert und die Toxizität im Vergleich zu herkömmlichen Verbindungen reduziert werden kann.

Insgesamt hat POLEXGENE mit der CIP-Technologie eine neuartige, nicht-virale Gentransfermethode entwickelt und optimiert. Obwohl in präklinischen Studien noch evaluiert werden muss, ob dieser Ansatzes auch in vivo wirksam ist, ist nach Ergebnissen der Studie die nicht-virale CIP-Gentherapie eine vielversprechende und sichere Alternative zu derzeitigen Methoden. Weitere Forschungen auf diesem Gebiet werden dazu beitragen, die Gentherapie voranzutreiben und den Anwendungsbereich zu erweitern.

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