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FP6

ESGI — Ergebnis in Kürze

Project ID: 36671
Gefördert unter: FP6-SOCIETY
Land: Deutschland

Der Zusammenhang zwischen dem Geschlechterungleichgewicht und der Vergabe von Patenten

Eine EU-finanzierte Initiative stellte fest, dass in Wissenschaft und Technik unverhältnismäßig wenige Patente an Frauen vergeben werden. Weitere Forschungen zu den Ursachen dieses Ungleichgewichts sollten zur Entwicklung neuer Programme zur Förderung von Wissenschaftlerinnen beitragen und somit die Wettbewerbsfähigkeit Europas erhöhen.
Der Zusammenhang zwischen dem Geschlechterungleichgewicht und der Vergabe von Patenten
Das Projekt ESGI ("European study of gender aspects of inventions - Statistical survey and analysis of gender impact on inventions") hatte sich vorgenommen, die erfinderische Tätigkeit von Frauen in der Wissenschaft gemessen an der Gesamtzahl der erteilten Patente zu bewerten.

Obwohl sich Frauen in größerer Zahl an der Wissenschaft beteiligen und im Studium auf allen Ebenen glänzen, sind sie bei der Erteilung von Patenten unterrepräsentiert. Diese Diskrepanz bedeutet, dass sie mit geringerer Wahrscheinlichkeit beruflich anerkannt werden und dadurch schlechtere Berufschancen haben. Darüber hinaus werden ihre Fähigkeiten für Innovation und die Produktion von geistigem Eigentum nicht voll ausgeschöpft.

Angesichts der Zielsetzung der EU, der wettbewerbsfähigste wissensbasierte Wirtschaftsraum der Welt zu werden, ist es wichtig, das innovative Potenzial von Frauen in Forschung und Entwicklung (FuE) zu erschließen und sie zu befähigen, bei der Erteilung von Patenten eine maßgebliche Rolle zu spielen. Die unvollständige Integration von Frauen im Kreislauf von Forschung, Entwicklung und Patenterteilung stellt ein großes Hindernis bei den Bestrebungen der EU nach Exzellenz in Wissenschaft und Technik (WuT) dar.

Zusammenfassend kann gesagt werden, das ESGI-Projekt identifizierte einen neuen Faktor für die geschlechtsspezifische Diskrepanz innerhalb der wissenschaftlichen und technologischen Welt: die Zahl der an Frauen erteilten Patente. Ein unzureichendes Gendermainstreaming innovativer Prozesse behindert Effizienz, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in einem globalen Technologiemarkt. Daher ist es zwingend erforderlich, dass die EU-Länder die Ursache des Ungleichgewichts bei der Patentvergabe erkennen und Methoden entwickeln, um Frauen zu befähigen, sich erfolgreich am Patenterteilungsprozess zu beteiligen.

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