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FP6

INQUEST — Ergebnis in Kürze

Project ID: 31409
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Belgien

Europas Straßen harmonisch leise?

Lärmmindernde Fahrbahnbeläge können dazu beitragen, das Niveau der in den Städten und Gemeinden zu ertragenden Lärmbelästigung zu reduzieren. In einigen europäischen Ländern gibt es auf diesem Gebiet allerdings recht wenig Wissen oder Erfahrungen, und so können diese von den Mitgliedstaaten profitieren, die auf diesem Weg schon weiter sind.
Europas Straßen harmonisch leise?
Verfahren und Materialien für Fahrbahnbeläge variieren in der Europäischen Union. Besonders starke Unterschiede gibt zwischen den Ländern, die der EU seit 2004 beigetreten sind, und den alteingesessenen Mitgliedstaaten. Ein solcher Bereich, in das technische Niveau auseinanderklafft, ist der Einsatz von Technologien für lärmmindernde Fahrbahnbeläge.

Die Belästigung durch Lärm ist ein untrennbar mit Straßen, insbesondere Hauptverkehrsadern, verbundenes großes Problem. Die gemeinsame Nutzung und Verbreitung von Know-how und Erfahrung in diesem Bereich könnte dazu beitragen, nicht nur diese Quelle der Umweltbelastung zu reduzieren, sondern auch die Lebensqualität der lokal ansässigen Bevölkerung zu verbessern.

Das EU-finanzierte Inquest-Projekt ("Information network for quiet European road surface technologies") sollte diesen Wissensaustausch durch die Koordination von Kommunikation und Verbreitung bisheriger und laufender Forschungsvorhaben zum Einsatz von Technologien für lärmmindernde Fahrbahnbeläge an europäische Länder erleichtern, die bisher weniger Zugang zu Wissen in diesem Bereich hatten.

Um in diese Richtung vorzustoßen, verbreitete Inquest einen Leitfaden, der von dem älteren EU-finanzierten SILVIA-Projekt ("Sustainable road surfaces for traffic noise control") entwickelt wurde, an Länder, die nicht an dem ursprünglichen Projekt beteiligt waren. Dies gelang vor allem durch Workshops, die auf wichtige Interessengruppen in ganz Europa abzielten.

Die Workshops wurden gut besucht - die Teilnehmer reagierten positiv auf deren Inhalte. Dadurch erhöhten sich die Chancen, dass diese lärmmindernden Technologien auch flächendeckend in Ländern eingeführt werden, in denen sie derzeit nicht eingesetzt werden.

Es kam unter den Teilnehmern zum allgemeinen Konsens, dass Europa harmonisierte europäische Normen zur Lärmeinstufung von Fahrbahnbelagprodukten anzielen sollte.

Eines der Hauptergebnisse von SILVIA war der Vorschlag eines Verfahrens zur akustischen Klassifizierung für Fahrbahnbelagmaterialien und -technologien. Inquest ging noch einen Schritt weiter und verfolgte das Ziel, die Harmonisierung von Prüfverfahren und -geräten für diesen Zweck in Europa zu fördern.

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