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FP6

LITEBUS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 31321
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Portugal

Das leichte Sandwich: Gewichtsabnahme garantiert

Die Konstruktion und der Bau von Bussen sind radikal überholt worden. Der Bus der Zukunft wird in Betrieb und Wartung kostengünstiger ausfallen, leichter, strapazierfähiger, und sicherer sein, sowie weniger Umweltverschmutzung verursachen.
Das leichte Sandwich: Gewichtsabnahme garantiert
Trotz aller Warnsignale - denkt man nur beispielsweise an die globale Erwärmung - ist das Auto als Verkehrsträger immer noch mehr im Kommen, als es Umweltschützer und zuständige Regierungsbehörden mit gutem Gewissen befürworten könnten. Die Zahlen sprechen für sich: Die Fahrzeugnutzung steigt Jahr für Jahr um 2% an, während bei den Bussen nur ein sehr moderater Anstieg der Passagierzahl von knapp 1% zu verzeichnen ist.

Um Abhilfe für diese beunruhigenden Trends zu schaffen, verfolgte das Litebus-Projekt, "Modular lightweight sandwich bus concept", ehrgeizige Pläne, die Verbesserungen im Busbau zum Ziel hatten. Die Ziele waren außerdem auf die Entwicklung qualitativ hochwertiger, sicherer öffentlicher Verkehrsmittel ausgerichtet. Ein "Abspecken" in den Punkten Gewicht sowie Fertigungs- und Reparaturkosten werden die Einrichtung von Busflotten sowohl für private als auch für öffentliche Betreiber finanziell attraktiver machen.

Reisebusse und andere Busse sind normalerweise aus einem Stahl- und Aluminiumrahmen aufgebaut, der mit Bahnen verschiedener Materialien ausgekleidet ist. Ein neues radikales, neuerdings im Fahrzeugbau aufkommendes Konzept steht für einen aus Zellen aufgebauten Bus mit Sandwichverbunden aus mehreren Materialien. Ziel ist eine Reduzierung des Gesamtleergewichts des Busses um bis zu 15%. Der neue Bus genügt außerdem hohen Auslegungskriterien in Bezug auf die Sicherheit der Passagiere und geringere körperliche Verletzungen für Fußgänger bei Unfällen mit dem Bus, Geräuscharmut und einfache Reparatur.

Die Projektpartner entwickelten eine neue strukturelles Sandwichmaterial mit faserverstärkten Polymeren (FRP) und Verstärkungen mittels Pultrusion. Dieses auch als Strangziehen bezeichnetes kontinuierliches Verfahren dient der Herstellung von Verbundwerkstoffen mit konstantem Querschnitt. Das neue Polymer hat außerdem eine hohe Steifigkeit und Energieaufnahme, die einem Transportmittel Sicherheit verleihen.

Auch die Fertigungsprozesse wurden unter die Lupe genommen. Die Fertigungsdurchlaufzeitkosten und die Ausgaben für Werkzeuge und Hilfsmittel konnten jeweils um 30% reduziert werden. Der Einsatz von weniger, leichter zu montierenden Bauteilen brauchte überdies auch Kostenreduzierungen mit sich. Die Herstellung von Sandwichverbunden ist weniger teuer als die geschweißte Konstruktion, die für einen Stahlrahmen erforderlich ist.

Insgesamt wurden die Entwicklung und Herstellung von Fahrzeugen für den öffentlichen Personenverkehr wie von Bussen einem großartigem Facelift unterzogen. Außerdem können Materialien, Konzepte, Konstruktionsverfahren, Designphilosophie und Montageverfahren auch in anderen industriellen Sektoren angewandt werden. So zum Beispiel bei bestimmten Schienenfahrzeugen, Schiffen/Booten und Lastkraftwagen sowie selbsttragenden Kühlcontainern.

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