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Neue Vision für den Luftverkehr

Ein Luftverkehrssystem neueren Typs, das auf Kleinflugzeuge setzt, könnte durchaus einen schnelleren, preiswerteren Luftverkehrsdienst sowie durchrationalisierte Verbindungen zwischen Land- und Luftverkehr bedeuten.
Neue Vision für den Luftverkehr
Das aktuelle Modell des Luftverkehrs in Europa dürfte bereits in ein paar Jahren nicht mehr mit optimaler Effizienz arbeiten, da die Nachfrage wächst und Verkehrsmuster sich verändern. Das EU-finanzierte EPATS-Projekt ("European personal air transportation system study") hat nun ein strafferes, effizientes System für den Luftverkehr hinsichtlich Zeit, Kosten und Kundenservice vorgeschlagen. Es untersuchte den verstärkten Einsatz von Kleinflugzeugen und die Verbesserung des Service auf kleinen Flughäfen, um noch mehr Gemeinden als gegenwärtig möglich einen wesentlich schnelleren Zugang zum Luftverkehr zu bieten.

So hatte EPATS das Ziel, ein neues europäisches Luftverkehrssystem zu entwerfen, das die steigende Nachfrage nach privater Luftfahrt bis 2020 und die Auswirkungen auf die Verkehrssysteme einbezieht. Auch Flughafeninfrastruktur, Sicherheit und die Belange der Umwelt wurden berücksichtigt.

Das Projekt erreichte seine Ziele, indem Informationen über europäische Flughäfen und Flugplätze analysiert wurden. Man unterzog die allgemeine Luftfahrt Europas und der USA einem Vergleich, analysierte Kapazität, Flottenstruktur und Einsatz. EPATS musste feststellen, dass die sich allgemeine Luftfahrt in den USA im Vergleich zur EU aufgrund lokaler Gesetze und Verkehrsgewohnheiten in einer günstigeren Position befindet.

Das Projekt konnte letztlich beweisen, dass bedeutende Kosteneinsparungen erreichbar wären, wenn ein neues Luftfahrtmodell mit Kleinflugzeugen und verstärkter Nutzung von noch mehr Flugplätzen realisiert werden könnte. Man hob hervor, dass der Luftverkehr sicherer, umweltfreundlicher und energieeffizienter als der Autoverkehr sei. EPATS betrachtete prognostizierte Flugrouten, Avioniktechnologie, Flugzeugfertigung, Zulassungsvorschriften sowie Kraftstoffverbrauch. Die Forscher empfahlen außerdem Schritte zur Begünstigung der Forschung in Richtung Automatisierung für den sicheren Flugbetrieb mit nur einem Piloten sowie zur Cockpitauslegung.

Obgleich die EU für eine Realisierung dieses Modells über die nächsten 20 Jahre bis zu 200.000 Piloten ausbilden müsste, könnte die neue Verkehrsstrategie die Luftfahrtindustrie auf vielerlei Wegen stimulieren. EPATS gelang die erfolgreiche Entwicklung einer Roadmap zur Förderung neuer Geschäftsmodelle, zur Unterstützung des neuen Betriebskonzepts sowie zur Anregung der Herstellung und Entwicklung einer neuen Flugzeuggeneration.

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