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FP6

ERMINE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 22825
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Italien

Damals und heute – Verbesserung der Stromversorgung in Europa

Die europäischen Stromnetze wurden hauptsächlich in den 1960er und 1970er Jahren entwickelt. Damals bildeten sich große Energiemonopole. Das Alter der Stromnetze, der fehlende Wettbewerb der Stromanbieter, der niedrigere Standards zur Folge hat, sowie der Ausbau der Europäischen Union machen es notwendig, in Forschung und Planung zur Verbesserung der europäischen Stromnetze der Zukunft zu intensivieren.
Damals und heute – Verbesserung der Stromversorgung in Europa
Im Rahmen des Projekts "Electricity research road map in Europe" (Ermine) wurde eine umfassende Umfrage durchgeführt und ein Abschlussbericht bezüglich der neuesten Entwicklungen und zukünftigen Anforderungen an Forschung und Technologien im Bereich Elektrizität vorbereitet, um die Bedürfnisse und Vorgaben des europäischen Stromsektors für die nächsten 20-25 Jahre zu ermitteln.

Das Hauptaugenmerk des Ermine-Projekts lag auf den Elektrizitätstechnologien und den Forschungsaufgaben des erweiterten Europas (EU der 27) im Hinblick auf Energieeinsparung, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Die Teammitglieder bestimmten die Hauptschwierigkeiten bei der Erreichung der oben aufgeführten Ziele sowie die effektivsten Methoden zu ihrer Überwindung und beschäftigten sich auch mit anderen Möglichkeiten zur Zeit- und Kosteneinsparung.

Im Hinblick auf die Stromerzeugung ist die Nachhaltigkeit der fossilen Brennstoffe von großer Bedeutung für die Erreichung kurzfristiger Ziele; der Einsatz im großen Rahmen ist jedoch kostenintensiv. Damit auch langfristige Ziele erreicht werden können, sollten die erneuerbaren Energien finanziell besser gefördert werden.

Große Investitionen in Forschung und technologische Entwicklung sind notwendig, um die europäischen Stromnetze leistungsfähiger zu machen. Die Hauptaufgabe liegt in der Gewährleistung einer kontinuierlichen und flächendeckenden Stromversorgung. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Optimierung der Kapazitäten bei Betriebsstörungen und die Wiederaufnahme des Betriebs bei größeren Stromausfällen. Strom sollte aus verschiedenen Energiequellen gewonnen werden; dabei sollten erneuerbare Energiequellen eine Ergänzung zu fossilen Brennstoffen und zur Kernenergie darstellen und vermehrt genutzt werden. Durch verbesserte Speichermöglichkeiten ist auch bei Nachfrageschwankungen eine sichere Stromversorgung gewährleistet.

Der Endverbrauchssektor sollte weiterhin der Entwicklung von Haushaltsgeräten mit niedrigem Energieverbrauch und effizienteren Fertigungsprozessen Priorität einräumen. Durch eine bessere Steuerung der Nachfrage hängt die Stromerzeugung weniger von Lastschwankungen ab.

Im Rahmen des Ermine-Projekts wurden ein Fahrplan zur Optimierung des jetzigen Stromnetzes der 27 EU-Staaten erstellt und spezifische Empfehlungen für zukünftige Forschungs- und Technologieprojekte erarbeitet, um Qualität und Kontinuität der Stromversorgung für die nächsten 20-25 Jahre sicherzustellen.

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