Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Stärkung der europäischen Agrar- und Ernährungsforschung in den Westlichen Balkanländern

Durch Stärkung der Forschungskapazitäten in den Westlichen Balkanländern (WB) soll diesen die Integration in den EU-Forschungsraum erleichtert und die Lebens- und Ernährungsbedingungen für ihre Bürger verbessert werden.
Stärkung der europäischen Agrar- und Ernährungsforschung in den Westlichen Balkanländern
Die WB, bestehend aus den ehemaligen jugoslawischen Ländern sowie Albanien, bemühen sich intensiv um den Beitritt zur EU und die Einführung von EU-Standards in einer Reihe von Forschungsfeldern. Ziel des EU-finanzierten Projekts BAFN (Setting up of an agricultural and food research network in the Western Balkan countries) war eine stärkere agrarwirtschaftliche Integration in den Europäischen Forschungsraum.

Um die Region zu fördern, sollte die Wissensbasis der Forscher aus den westlichen Balkanländern durch intensive Forschungen erweitert werden. Das Projekt ermöglichte 13 Organisationen, Kooperationen zwischen Forschern aus dem Agrar- und Ernährungssektor der EU und den WB zu etablieren, eine Datenbank mit fast 350 Forschergruppen und 500 Unternehmen einzurichten und einen Übersichtsbericht über 180 angegliederte regionale Forschungseinrichtungen zu erstellen. Zudem wurden Forschungsprioritäten für den Agrar- und Ernährungssektor festgelegt.

Neben der Identifizierung allgemeiner Forschungsthemen für EU- und WB-Forscher entwickelte BAFN eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen für Forscher in der Region. Eine Projektstudie identifizierte insbesondere den Mangel an Forschungsförderung als Ursache für die stagnierende Agrar- und Ernährungsforschung in den WB. Damit ist die Forschungslandschaft auf eine relative kleine Zahl an Forschern begrenzt, denn lediglich 3.500 Forscher sind in 80 Organisationen tätig, 16 davon sind Hochschulen.

Wichtig ist nun, diese Herausforderungen zu lösen und weitere EU-Unterstützung einzuholen, denn auch kleine Beiträge können, wie es im Forschungsbericht heißt, "eine große Wirkung zeigen." Im Abschlussbericht umreißt BAFN mehrere Maßnahmen zur Unterstützung der Agrar- und Ernährungsforschung in der Region, u.a. Forschungsausbildung, Anreize für den Erwerb von Labortechnik, Erweiterung der Mobilität von Forschern und verbesserten Datenzugang. Das Projekt konzentrierte sich vorrangig auf Biodiversität, einheimische Arten und Schutz natürlicher genetischer Ressourcen. Darüber hinaus wurden Themen für Forschungskooperationen und weitere Forschungsfelder wie Tierzucht, genetische Ressourcen, Nahrungsmittelallergene, chemische Schadstoffe, Nahrungsmitteltoxine und Ernährung ausgewiesen.

Eine Intensivierung der Forschung soll Fortschritte in der Nahrungsmittelforschung, Lebensqualität, Schutz natürlicher Ressourcen und eine tragfähigere Agrarindustrie in den WB fördern.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben