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FP6

SOLATERM — Ergebnis in Kürze

Project ID: 32319
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Deutschland

Innovation über die Solarenergiepolitik fördern

Die Mittelmeer-Partnerländer (MPL) der EU befinden sich aufgrund ihrer hohen Sonneneinstrahlung in der einzigartigen Position, die Energie der Sonne als eine erneuerbare Alternative zu fossilen Brennstoffen ausnutzen zu können. Bisher sind jedoch nur sehr wenige solarthermische Technologien umgesetzt worden, zum Beispiel zur solaren Warmwasseraufbereitung und Kühlung.
Innovation über die Solarenergiepolitik fördern
Das Solarterm-Projekt ("Promotion of a new generation of solar thermal systems in the MPC") ging an den Start, um in den südlichen Mittelmeerländern die existierenden Technologien an den regionalen Energiebedarf zur Warmwasserbereitung und Raumklimatisierung anzupassen. Außerdem versuchte das Solatherm-Projekt, über politische Kanäle technologisches Know-how in die Mittelmeer-Partnerländer zu transferieren sowie in diesen Ländern Forschung und Entwicklung (FuE) voranzubringen.

Während wohl niemand die ökologischen Vorteile der Solarenergie bestreitet, so ist die Bereitschaft der einzelnen Länder, ihre Märkte für erneuerbare Energien weiterzuentwickeln, auf Basis der jeweiligen binnenwirtschaftlichen Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe und der relativen Kosten von Energie aus unterschiedlichen Quellen recht verschieden. Die Forscher vertraten die Ansicht, dass Mittelmeer-Partnerländer, in denen fossile Energieträger eher knapp sind, enorm von der Kommerzialisierung von Solarenergieanlagen profitieren würden. Auf diese Weise könnte ihre Abhängigkeit von ausländischem Öl reduziert werden - eine Verringerung der Anfälligkeit auf Schwankungen in Preis und Lieferung wäre die Folge. Überdies könnten neue Arbeitsplätze geschaffen und Umweltprobleme reduziert werden.

Die von den teilnehmenden Ländern verabschiedete Erklärung über Umwelt und Energie von Abu-Dhabi ("Abu-Dhabi declaration on environment and energy") resultierte in einem enormen Austausch von Wissen, hatte aber leider nur sehr wenig Einfluss auf die Anwendung von Innovationen. Die Solatherm-Projektmitglieder mussten feststellen, dass es, trotzdem in nahezu allen Ländern die Fertigung läuft, an Verfahren zur Standardisierung, Prüfung und Spezifikation fehlt.

Die Entwicklung geeigneter politischer Strategien könnte somit die Anstrengungen in Richtung FuE drastisch verbessern sowie die Fertigungskosten senken. Das Solaterm-Projektteam konnte konkrete Empfehlungen geben, um einige der politischen, sozialen und ökonomischen Hindernisse für die Umsetzung neuer Technologien über gezielte politische Strategien für die Solarenergieentwicklung aus dem Weg zu räumen. Insgesamt leistete das Solaterm-Projekt in den Mittelmeerpartnerländern Beiträge zu Wissensmanagement und Informationsverbreitung in Bezug auf solares Erwärmen und Kühlen von Wasser sowie zur Klimatisierung von Räumen, wodurch die derzeit fehlenden Verbindungen zwischen Politik und Forschungsanstrengungen hergestellt werden. Das Projekt entwickelte und verbreitete außerdem ein Tool zur Optimierung von Solarkollektoren. Die Resultate sollten den Rang der solaren erneuerbaren Energie in den Mittelmeer-Partnerländern fördern und die Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder erhöhen. Hierbei ist eine Minderung der Umweltauswirkungen der elektrischen Stromerzeugung und -versorgung zu erwarten.

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