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FP6

AFRAME — Ergebnis in Kürze

Project ID: 44168
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Spanien

Europas Mehr-Arten-Fischerei effektiv bewirtschaften

Die meisten Methoden zur Bewertung und Verwaltung der Fischerei und Fischereiflotten basieren auf Bewertungen von einzelnen Arten bzw. der Bewertung eines Fischbestands unabhängig vom Rest. Ein EU-finanziertes Projekt hat sowohl die Standardisierung der Informationen und sozioökonomischen Modellierung der Mehr-Arten-Fischerei als auch die Verwaltung der europäischen Fischerei vorangetrieben – beides sollte die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt steigern.
Europas Mehr-Arten-Fischerei effektiv bewirtschaften
Das Projekt "A framework for fleet and area based fisheries management" (Aframe) wurde entwickelt, um eine Plattform für die Fischereiwirtschaft zu erstellen, die Mehr-Arten-Bewertungen mit Indikatoren, die mit den Flotten oder der Fischerei selbst verbunden sind, integriert, um ein Festlegen der Bewirtschaftungsziele zu ermöglichen.

Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf drei Fallstudien zu verschiedenen Arten sowie unterschiedliche Mengen von verfügbaren Bewertungsinformationen: die Nordsee, den Ärmelkanal, die Keltische See und den Golf von Biskaya (ICES-Bereiche VII und VIII) und das Mittelmeer.

Die Forscher verwendeten den Ansatz Fleet and Fishery Forecast (Fcube, dt.: Flotten- und Fischereiprognose) für eine bio-ökonomische Simulation. Dabei berücksichtigten sie das Flottenfangpotenzial und Überlegungen zum Schutz des Fischbestands, um die Gewinne zu steigern und eine Überfischung oder Quotenunterschreitung zu vermeiden.

Zuerst implementierten die Forscher das Modell in der Nordsee, in der relativ wenige wichtige kommerzielle Arten vorhanden sind, von denen die meisten regelmäßig bewertet werden. Die Fallstudie führte zu bedeutenden Modellverbesserungen.

Anschließend wandten sie das Modell auf die ICES-Regionen VII und VIII an. Hier gibt es eine relativ große Anzahl an Zielarten, die unterschiedlich bewertet werden. Sie klassifizierten die Fischereifahrzeuge entsprechend den zu Beginn des Programms entwickelten Normen und bestimmten die zu berücksichtigenden Hauptbestände. Durch eine intensive internationale Zusammenarbeit integrierten sie auch wichtige wirtschaftliche Daten.

Die Mittelmeerregion zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt mit sehr wenigen Bewertungsdaten aus. Systematisch integrierten und überprüften die Forscher nie zuvor analysierte Daten zu Fischerei, Flotten und Beständen, um das Verfahren in der Mittelmeerregion anwenden zu können. Des Weiteren veränderten sie das Modell, um eine Anwendung für die lokale Fischerei einzuschließen, die nicht der zulässigen Gesamtfangmenge (TAC) unterliegt. Dies stellt eine bedeutende Verbesserung für zukünftige Anwendungen dar.

Schließlich besuchten sie ausgewählte Häfen in der Forschungsregion und befragten die Fischer, um die Vorstellungen der Interessensvertreter zu bewerten und die effektive Verwendung von wissenschaftlichen Empfehlungen zu ermöglichen.

Daher trug das Projekt Aframe in großem Maße zur Datenintegration in Bezug auf die Mehr-Arten-Fischerei in drei europäischen Interessensbereichen sowie zu wichtigen Verbesserungen des Fcube-Modells für die Fischereiwirtschaft bei. Die Ergebnisse sollten die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Fischerei steigern und gleichzeitig die Einhaltung weltweiter Regelungen ermöglichen.

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