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FP6

CULT-STRAT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 501609
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Schweden

Bessere Konservierung von Europas Kulturerbe

Das kulturelle Erbe Europas muss vor einer Vielzahl von Bedrohungen geschützt werden, wenn wir es auch weiterhin schätzen wollen. Mithilfe einer EU-finanzierten Initiative soll es für alle Beteiligten einfacher werden, diese Herausforderungen zu bewältigen.
Bessere Konservierung von Europas Kulturerbe
Luftverschmutzung stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Objekte des kulturellen Erbes dar: EU-Richtlinien müssen die Folgen anthropogener Schadstoffe auf Symbole berücksichtigen, die ein integraler Bestandteil der europäischen Identität sind. Dies ist besonders relevant für das Programm "Clean Air for Europe" der Europäischen Kommission (CAFE), für Maßnahmen im Rahmen des Rahmenprogramms "Kultur 2000" und den Strukturfonds.

Die gute Nachricht ist, dass die Auswirkungen der Luftverschmutzung messbar und oft offensichtlich sind. Dies betrifft unter anderem die Frage, in welchem Grad dies Gebäude und Statuen, Reparaturkosten, Möglichkeiten, um unnötige Verluste zu vermeiden und die Bedeutung der Aufrechterhaltung bestimmter Denkmäler.

Das Projekt "Assessment of air pollution effects on cultural heritage - management strategies" (Cult-strat) hat eine wissenschaftliche Referenz erarbeitet, die vorhandene Kenntnisse sowie aus Workshops als Mittel der Auseinandersetzung mit diesen Fragen generiert wurden. Das daraus entstehende Handbuch würde Managern von kulturellem Erbe helfen, strategische Entscheidungen auf lokaler Ebene zu treffen und Entscheidungsträger innerhalb des CAFE-Programms bei der Entwicklung einschlägiger politischer Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene zu unterstützen.

Die Projektpartner wollten materielle Indikatoren und Schadstoffgrenzwerte identifizieren, um die Arbeit dieser Akteure zu erleichtern. Zu den langfristigen Vorteile einer solchen Politik gehören die Reduzierung von Beschädigungen, eine nachhaltige Instandhaltung und präventive Konservierung kulturellen Erbes Europas. Zu diesem Zweck bewerteten sie die bestehenden Empfehlungen zur Reduzierung von Schadstoffen in der Nähe von Bereichen des kulturellen Erbes, die minimierten Korrosionskosten und realisierten Zielwerte. Methoden für die Durchführung von einschlägigen Studien zur Risikoabschätzung wurden ebenfalls entwickelt.

Messdaten und modellierte Zukunftsszenarien wurden verwendet, um den möglichen Schaden und die damit verbundenen Kosten abzubilden. Dazu wurden Korrosionskarten C-Stahl, Kupfer, Bronze, Zink und Portland-Kalkstein erstellt. Team-Mitglieder wählten diese Elemente als primäre Indikatoren für Korrosion und verifizierten sie über einen längeren Zeitraum an einem Netzwerk von Test-Sites.

Andere Aktivitäten von Cult-Strat verwendeten einen Fallstudienansatz an, um die verschiedenen Aspekte im Zusammenhang mit Materialkategorien, die im Life-Cycle oder bei lebenszeitlichen Abweichungen eine Rolle spielen, besser zu verstehen. Weiterhin wie Schätzungen der letzteren als Grundlage für Management-Strategien dienen könnten und die Bewertung von Kosten-Nutzen-Analysen für bestimmte Arten von Kulturerbe an verschiedenen Standorten.

Durch Zusammenführung verschiedener Fachgebiete, organisiere das Projekt zwei Workshops zur Diskussion und Verbreitung seiner Ergebnisse. Ein Buch wurde auch veröffentlicht, das aktuelle Forschungsergebnisse mit praktischen Informationen verbindet. Es kann als Nachschlagewerk etwa für politische Entscheidungsträger, Forscher und für Personen aus dem Management von kulturellem Erbe genutzt werden.

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