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FP6

HAIR — Ergebnis in Kürze

Project ID: 501997
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Niederlande

Ein integrierter Ansatz zur Voraussage des Pestizidrisikos

Die steigende Verwendung von Pestiziden stellt ernsthafte Probleme für Umwelt und Gesundheit dar. Ein europäisches Netzwerk nahm sich diesen Problems an, und entwickelte Indikatoren, die Pestizid-assoziierte Risiken voraussagen.
Ein integrierter Ansatz zur Voraussage des Pestizidrisikos
Das Pestizidproblem wurde umfassend untersucht, um letztendlich Abbauverfahren, Metaboliten und die Zeit, die notwendig ist, damit ein bestimmter Stoff aus dem untersuchten ökologischen Sektor verschwunden ist, zu bestimmen. Daher ist die Prüfung von Pestiziden im Hinblick auf Nebenwirkungen auf Nichtzielorganismen und die Abbauzeit ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Zulassung einer Substanz für die Landwirtschaft. Deren empfohlene Dosisleistung sowie die Abbauzeit können als Wirkungsdosis und Toxizitätsmaß dienen.

Um einen gemeinsamen Ansatz in Europa zu ermöglichen, hatte das EU-finanzierte Projekt "Harmonised environmental indicators for pesticide risk" (HAIR) zum Ziel, Indikatoren zum Gesamtrisiko von Pestiziden zu entwickeln. Das Konsortium integrierte multidisziplinäres Fachwissen zu Verwendung, Umweltverhalten und Auswirkungen von Pestiziden auf das Ökosystem und die menschliche Gesundheit, um die Grenzen der bestehenden Ansätze aufzuzeigen.

Die Projektmitglieder entwickelten und bewerteten verbesserte Indikatoren und implementierten diese anschließend in ein Softwaretool. Dieses Tool erlaubte Risikovoraussagen im Zusammengang mit der Belastung durch verschiedene Pestizide für die öffentliche Gesundheit und die Ökosysteme. Die Indikatoren waren auf regionaler Ebene anwendbar, da lokale Umweltbedingungen berücksichtigt wurden. Zudem wurden Datenbanken für Boden, Klima, landwirtschaftliche Verfahren sowie die Nutzung von Land und Pestiziden entwickelt sowie chronische und akute Risiken bewertet.

Die Arbeit von HAIR spiegelt den europäischen Wunsch wider, einem integrierten Ansatz zur Bestimmung von Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von Pestiziden zu folgen. Die Untersuchungsergebnisse wurden den Beteiligten über eine Website zugänglich gemacht. Ein Workshop erlaubte zusätzlich die Koordination der europäischen Forschungsarbeiten durch ein Aufzeigen der Lücken.

Insgesamt stellen die von Mitgliedern des HAIR-Konsortiums entwickelten Indikatoren ein effektives Werkzeug zur Bewertung und Überwachung des Gesamtrisikos durch Pestizide dar. Deren korrekte Anwendung wird die Verwaltung der Pestizidgefahren und eines nachhaltigen Landwirtschaftssektors in ganz Europa sicherstellen.

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