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FP6

CONAM — Ergebnis in Kürze

Project ID: 504776
Gefördert unter: FP6-LIFESCIHEALTH
Land: Belgien

Nein zu Tierversuchen

Die EU fördert die Suche nach Alternativen für Tierversuche, insbesondere in künftigen EU-Beitrittskandidaten.
Nein zu Tierversuchen
Tierversuche sind mitunter grausam, unmenschlich und sogar überflüssig. Die so genannte 3-R-Regel bei Tierversuchen – (Reducing, Refining und Replacing) – also die Reduzierung der Tiere, Verminderung von Stress und Ersatz durch andere Methoden, steht auf der Prioritätsliste der EU noch immer weit oben. Das EU-finanzierte Projekt CONAM (Consensus networking on alternative methods within Europe) zielte auf die Maximierung der Ergebnisse und Minimierung von Konflikten im Sinne der 3-R-Regel ab. Gesucht wurde nach einem Konsens zwischen Interessenvertretern und beteiligten Mitgliedstaaten, um ethisch fragliche Praktiken zu vermeiden.

Wichtigstes Projektziel war die Förderung von Netzwerken, die den 3-R-Ansatz unterstützen und relevante Informationen vor allem in den EU-Beitrittskandidaten verbreiten. CONAM organisierte eine Vielzahl von Workshops und Arbeitssitzungen, insbesondere in Nicht-EU-Mitgliedstaaten, in denen die Durchführung von Tierversuchen noch nicht hinreichend gesetzlich geregelt ist. In einem Newsletter wurde die 3-R-Regel im Zusammenhang mit möglichen Lösungen vorgestellt.

Zudem schuf das Projekt Verbindungen zu anderen EU-Projekten, die sich mit Alternativen zu Tierversuchen beschäftigen, um den Wissensstand zu erweitern. Auch wurden Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen in ganz Europa durchgeführt und in Nicht-EU-Staaten und Beitrittskandidaten neue Lehrmethoden vorgestellt.

Ein weiteres wichtiges Projektergebnis war die Entwicklung eines Managementinstruments zur Förderung der 3-R-Strategie, das Interessenvertreter bei ihrer Suche nach machbaren Alternativen zu Tierversuchen unterstützen soll. 2006 organisierte das Projektteam hierzu den zweiten internationalen Workshop "Human tissues as alternatives for animal experiments" in Brüssel. Im Anschluss daran wurden Telefon- und Interneterhebungen durchgeführt, um die Umsetzung von 3-R-Strategien zu erfragen.

Die Initiativen können dazu beitragen, humanere Ansätze für Tierversuche zu entwickeln und den zwangsläufigen Übergang zur High-Tech-Forschung zu vollziehen, bei dem keine Tiere mehr zu Schaden kommen. So kann Europa künftig eine Vorreiterrolle in diesem Forschungsfeld übernehmen.

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