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FP6

ROTIS II — Ergebnis in Kürze

Project ID: 505936
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Italien

Schiffskörper tipptopp in Ordnung?

Ein mit Kameras und Ultraschallausrüstung ausgestattetes Roboterfahrzeug kann nun auf clevere Weise die Unversehrtheit der Schiffskörper großer Schiffe überwachen.
Schiffskörper tipptopp in Ordnung?
Schiffe und deren Tanks müssen ständig kontrolliert werden, um den sicheren Transport von Gütern und Personen gewährleisten zu können. Das EU-finanzierte ROTIS II-Projekt ("Remotely operated tanker inspection system II") arbeitete an der Entwicklung eines roboterähnlichen Systems, das die Ballasttanks eines Schiffes inspizieren, die Inspektionskosten senken und die Effizienz steigern kann. Das Projekt zielte darauf ab, ein System zu entwickeln, das für Öltanker, Trocken- und Stückgut sowie Schiffe mit mit Produktions-, Lager- und Verladesystem ideal ist.

ROTIS II baute und testete einen Prototypen unter realen Bedingungen. Die Forscher konstruierten ein kleines Fahrzeug, das zwischen die innere und äußere Hülle von Doppelhüllenschiffen passt und drei vielseitige Gelenkarme und andere nützliche Funktionen hat. Das Fahrzeug kann die Unversehrtheit von Schiffskörpern in den Häfen oder mit Hilfe von Funktechnik sogar unterwegs bei der Fahrt auf den Weltmeeren überwachen.

Der entwickelte Prototyp hat im einzelnen drei Hauptteile: Erstens das ferngesteuerte Fahrzeug mit sechs Kameras und einer Ultraschallsonde mit einer automatisch ausfahrbaren Leitung, die dem Stromanschluss und der Übermittlung von Daten dient, zweitens die Zwischeneinheit, welche die das System steuernde Stromversorgungs- und Relaisstation ist und in der Nähe der Luke des Ballasttanks platziert wird. Außerdem bedient die mittels drahtloser Technik angeschlossene Steuerstation das ferngesteuerte Fahrzeug und zeichnet die Inspektionsdaten auf.

Das kostengünstige System ist derart gestaltet, dass es leicht getragen und unkompliziert verschickt werden kann. Werden Prototyp und Technologie bestmöglich ausgeschöpft werden, so kann die Sicherheit auf hoher See in vielerlei Hinsicht verbessert werden. Das neue System verfügt über das Potenzial, Wartungs- und Reparaturkosten ganz erheblich zu reduzieren.

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