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Überwachungssysteme für die Meeresumwelt in Einklang bringen

Ein EU-finanziertes Projekt hat eine umfassende Datenbank zum vorhandenen Wissen und zu ausgereiften Praktiken im Zusammenhang mit der Ökosystemüberwachung des Weißen Meeres erstellt. Dabei wurde das System einem Abgleich unterzogen, um es letztlich in das europäische System integrieren zu können.
Überwachungssysteme für die Meeresumwelt in Einklang bringen
Trotzdem in den letzten Jahrzehnten eine Fülle von Daten über den Zustand und die Dynamik des Weißmeerökosystems gesammelt wurden, haben verschiedene Faktoren ergeben, dass diese Daten unzuverlässig und nicht wirklich repräsentativ sind. Das Projekt Ecomon ("The current state of the Russian marine ecosystem monitoring for the White Sea and its relevance to the EU Directive on Water Policy and UN Agenda 21") arbeitete daran, eine Metadatenbasis zur Lösung dieses Problems zu erschaffen.

Die Projektpartner bewerteten das russische Meeresumwelt-Überwachungssystem und definierten die zu verwirklichenden Ziele, um den EU-Forschungsstandards, -zielen und -ergebnisformaten vollständig zu genügen. Bestehende Richtlinien, Prinzipien und Praktiken wurden eingehend unter die Lupe genommen. Das System der Helsinki-Kommission (HELCOM) kam zum Einsatz, um eine Richtlinie zur Überwachung der beiden letzteren zu erstellen.

Ecomon organisierte in Russland etliche Seminare und Workshops, mit denen die gesetzten Ziele erreicht sowie Training für Experten und ein Forum für Treffen mit den europäischen Partnern bereitgestellt werden sollten. Es wurde eine Monographie zum Status des Weißmeerökosystems (Überwachung und voraussichtliche Veränderungen) herausgegeben; die Projektergebnisse fanden über die Website Verbreitung. Existierende Datenbanken, die jeweils zielgruppenspezifisch sind und von den zuständigen staatlichen Behörden unterstützt werden, wurden auch in elektronischer Form verfügbar gemacht.L%
Es wurden verschiedene Praktiken und rechtssetzende Dokumente einschließlich des Helsinki-Übereinkommens sowie der EU- und HELCOM-Strategien zur Überwachung und Bewertung der Ostsee analysiert und deren Inhalte auf das Weiße Meer angewendet. Dies ermöglichte einen analytischen Vergleich der grundlegenden Prinzipien und logistischen Systeme der zu erarbeitenden Meeresüberwachungssysteme sowie die Formulierung von Empfehlungen, wie entstehende Probleme überwunden werden können.

Nach Abschluss des Projekts betrachteten die Forscher die Integration des russischen Meeresüberwachungssystems als realisierbar. Somit konnten alle Komponenten zur Verfügung gestellt werden, um einen überschaubaren Transfer in das relevante europäische System durchzuführen. Die Bemühungen im Rahmen von Ecomon haben damit auch das Potenzial, die Entwicklung und die weitere Umsetzung der gegenwärtigen Meeresüberwachungspraktiken zu durchdringen.

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