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FP6

NANOTRANSPORT — Ergebnis in Kürze

Project ID: 33371
Gefördert unter: FP6-NMP
Land: Norwegen

Standardisierung toxikologischer Nanopartikeltests vorantreiben

Mit dem schnellen Fortschritt der Nanotechnologie sind auch die Nanopartikel überall auf dem Vormarsch. Sie werden am Arbeitsplatz oft in Form vom Aerosolen freigesetzt. Es gibt allerdings große Bedenken hinsichtlich ihrer möglichen gesundheitlichen Auswirkungen.
Standardisierung toxikologischer Nanopartikeltests vorantreiben
Europäische Forscher starteten deshalb das Nanotransport-Projekt ("The behaviour of aerosols released to ambient air from nanoparticle manufacturing - a pre-normative study"). Ihre wissenschaftliche Arbeit war von der Tatsache motiviert, dass sich die Aerosoleigenschaften im Vergleich zu ihren Eigenschaften im Reaktor drastisch verändern, wenn sie an die Umgebungsluft gelangen. Ihr Ziel war, die Notwendigkeit standardisierter Testmaße nachzuweisen, die an die Erfordernisse der Nanotoxikologie und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz angepasst sind.

Die von der EU finanzierte Projektgruppe bestand aus Experten der Bereiche Risikomanagement, Aerosolüberwachung, Filterung, Nanaopartikeltechnologie und Online-Partikelcharakterisierung. Sie demonstrierten, dass sich die bei der Nanopartikelherstellung gebildeten Aerosole dramatisch verändern, wenn sie in die Umgebungsluft freigesetzt werden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelangen außerdem aufgrund der schnellen Agglomeration von Nanopartikeln und deren Anheftung an Aerosole eher mit den Agglomeraten als mit den reinen Nanopartikeln an sich in Kontakt. Somit müssen die Anlagen zur Überwachung und Filterung zusätzlich zu den ursprünglichen Eigenschaften der reinen Nanopartikel den Größenbereich und die chemische Zusammensetzung der Agglomerate umfassen.

Die Teilchengrößenverteilung der Agglomerate und deren Anheftung an den umgebenden Partikeln verändert in Abhängigkeit von einer Vielzahl von Freisetzungsbedingungen signifikant. Dies unterstreicht die Notwendigkeit der Berücksichtigung spezieller Arbeitsplatzszenarien bei der Bewertung der Risiken.

Insgesamt trug das Nanotransport-Projekt wesentlich zur Charakterisierung und zum Verständnis des Verhaltens von Aerosolen bei, die während des Herstellungsprozesses von Nanopartikeln freigesetzt werden. Das Forschungsprojekt hob insbesondere die Notwendigkeit einer sorgfältigen und detaillierten Bewertung der bei Freisetzung von Aerosolen in die Umgebungsluft entstehenden Agglomerate hervor.

Die Ausnutzung dieser Projektergebnisse zur Entwicklung von Detektions- und Messtechnik für standardisierte Nanotoxikologietests soll Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Nanopartikelsektor verbessern. Und das sind gute Nachrichten für die Europäer und gute Nachrichten für das europäische Gesundheitssystem.

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