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Unterstützung von Innovationsstrategien zur Verlagerung von regional auf national

Ein europäisches Forscherteam legte ein Rahmenmodell für die Verbesserung von Strategien fest, welches Innovation von der regionalen auf die nationale Ebene verlagern soll. Wissenstransfer und derartige transregionale Zusammenarbeit können dazu beitragen, die Ziele der EU-Wissenswirtschaft voranzubringen.
Unterstützung von Innovationsstrategien zur Verlagerung von regional auf national
Um das europäische Ziel einer globalen wettbewerbsfähigen Spitzenwirtschaft zu unterstützen, fordert die Lissabon-Strategie eine vermehrte interregionale Zusammenarbeit im Bereich Forschung, technologische Entwicklung und Innovation (FTEI) ein. Die EU-Regionen müssen daher eine Schlüsselrolle in der „Buttom-up"-Entwicklung von Strategien spielen, welche deren nationale und regionale Integration erleichtert. Die Bemühungen, die im Rahmen des Europäischen Forschungsraums (EFR) erfolgen, dienen später zur Steigerung der Innovationsprozesse auf regionaler Ebene.

Das Projekt "A new transregional foresight model for the regional innovation strategies (RIS)" (Fortransris) benannte verschiedene Parameter, durch die projektbasierte interregionale Kooperationsprogramme erschwert werden. Zu diesen Parametern zählt auch der mangelnde Zugang zu praktischen Werkzeugen, die dazu beitragen könnten die Entwicklung von transregionalen Innovationsstrategien für einen offenen und gemeinschaftlichen Rahmen voranzutreiben. Das EU-finanzierte Projekt entwickelte und testete ein neues Modell für die transregionale Vorausschau, die zur Verbesserung der regionalen Entscheidungsbildung dient und das Potential der gemeinsamen regionalen Innovationsstrategien (RIS) erhöhen soll.

Die Projekttätigkeiten bauten auf den Erfahrungen und Bedürfnissen der fünf teilnehmenden EU-Regionen auf, indem ein Ansatz entwickelt wurde, der individuelle vorausschauende Analysen auf regionaler Ebene unterstützte, um eine weitere Ausarbeitung und den Transfer von Ergebnissen auf eine gemeinsame transregionale Ebene zu ermöglichen. Die Projektpartner testeten den Ansatz im Bereich Technologie und Wissenstransfer (TWT) angesichts des hohen Innovationsnutzens, der durch die Zusammenarbeit innerhalb der Regionen und regionenübergreifend erzielt werden kann.

Das Projekt Fortransris definierte transregionale TWT als einen Prozess, bei dem wissenschaftliches und technisches Wissen wirtschaftlich ausgeschöpft werden kann. Dies wird durch eine komplexe Interaktionen und Zusammenarbeit zwischen der Quelle, dem Unternehmen und anderen Beteiligten verwirklicht.

Relevante Aspekte, die mit der Entwicklung von transregionalen Szenarien verbunden sind, wurden auf der Grundlage von Bewertungsergebnissen, Dateneingaben von regionalen Analysen und auf Grundlage von bestimmten Visionen bezüglich der Zukunftsaussichten des Wissenstransfers für jede Region bestimmt.

Fortransris führte eine Reihe von Workshops zur Szenarienvalidierung durch, bei denen „stürmische“ und „sonnige“ Szenarien ausgearbeitet wurden, wobei letztere den optimalen Rahmen für TWT darstellten. Bei diesen Veranstaltungen wurden die Durchführbarkeit und andere Sachverhalte erörtert und die Relevanz für bestimmte Regionen beurteilt. Die Resultate und Ergebnisse dienten anschließend zur Entwicklung einer Karte, auf der zu sehen ist, wie das Innovationssystem der einzelnen Regionen verbessert werden kann – hauptsächlich durch Wissensaustausch und transregionale Zusammenarbeit.

Das Projekt Fortransris entwickelte einen methodischen Leitfaden zu Gunsten anderer Regionen und bot einen Rahmen, innerhalb welchem regionale Entscheidungsträger regionale Innovationssysteme und -strategien machbarer und wettbewerbsfähiger gestalten können.

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