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Koordinierter Umweltschutz in Sibirien

Forscher erstellten eine Datenbank, um Forschungsinitiativen zu koordinieren, dem Umweltschutz in Sibirien Vorschub zu leisten und Lösungsansätze vorzuschlagen. Sie soll sowohl individuelle als auch kooperative Bemühungen zur Vermeidung von Umweltrisiken unterstützen.
Koordinierter Umweltschutz in Sibirien
Sibirien an der nördlichen Grenze Russlands ist seit Jahrzehnten eines der Standbeine der regionalen Industrie. In dieser einst unberührten Natur kam es jedoch durch Raubbau an natürlichen Ressourcen, Abholzung und Eingriffe in die Artenvielfalt zu erheblichen Umweltschäden.

Die unregulierte Förderung von Erdöl und Gas schädigte dabei die Qualität von Wasser, Boden und Vegetation in der Region nachhaltig, und die grenzüberschreitenden Erdölleitungen hinterließen ihre Spuren in der Landschaft und Vegetation vieler osteuropäischer und zentralasiatischer Länder. Flüsse und Moore litten vor allem durch Waldbrände und Holzeinschlag.

Obwohl sich die europäische und russische Forschung schon verschiedentlich mit den Umwelt- und Naturschäden in Sibirien befasst hat, mangelte es bislang an koordinierten Initiativen und Synergien. Die Neuen Unabhängigen Staaten (NUS) hatten, obschon sie noch immer stark auf Russland orientiert sind, bereits aus eigenem Antrieb Untersuchungen der Umweltschäden durch Öl- und Gasleitungen angewiesen.

Das EU-finanzierte Projekt ENVIRO-RISKS (Man-induced environmental risks: monitoring, management and remediation of man-made changes in Siberia) untersuchte anthropogene Umweltschäden und mögliche Lösungsansätze und konzentriert sich dabei auf die Koordination und Integration von EU-Projekten.

ENVIRO-RISKS entwickelte ein effizientes Softwareprogramm für den Informationsaustausch und die Zusammenführung von Forschungsergebnissen, die Fachwelt und Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden und auf Probleme im Natur- und Umweltschutz hinweisen. Auch Nachwuchsforscher aus den NUS wurden im Detail über die Umwelt- und Gesundheitsbelange in ihren Heimatländern und mögliche medizinische Vorsorgemaßnahmen informiert.

Insgesamt lieferten die Projektinitiativen Forschern aus den NUS und Europa wichtige Informationen zu Umweltforschungen, insbesondere zu Projekten der jüngsten EU-Rahmenprogramme. Werden Forschungsergebnisse auf diese Weise zugänglich gemacht, könnte davon der Umweltschutz in Sibirien nachhaltig profitieren.

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