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FP6

FEED - SEG — Ergebnis in Kürze

Project ID: 43077
Gefördert unter: FP6-FOOD
Land: Österreich

Eine europaweite Initiative für sicherere Tiernahrung

Die Standardisierung der Kontrolle von Tiernahrung wird als eine der Hauptprioritäten in ganz Europa betrachtet. Im Rahmen dieser Initiative schloss ein EU-Projekt kürzlich eine große Erhebung zu den Futtermittelverordnungen und -praktiken in den Mitgliedsstaaten ab.
Eine europaweite Initiative für sicherere Tiernahrung
Verunreinigte Tiernahrung ist der Gesundheit der Tiere abträglich und Verunreinigungen und Gifte können im Laufe der Nahrungskette zunehmen, was negative Auswirkungen auf die Lebensmittelqualität für Konsumenten hat. Das Projekt "Healthy feed for safety - Dissemination of research results of EC funded research on feed quality" (FEED-SEG) brachte in dem Versuch, die Lücke zwischen vielen Forschungsprojekten zur Lebensmittelsicherheit zu schließen, ein multidisziplinäres Team akademischer und industrieller Experten zusammen.

Die allgemeinen Ziele des FEED-SEG-Konsortiums waren die Vorbereitung von Empfehlungen für eine Richtlinie zu Futtermitteln und ihrer Sicherheit sowie die Hervorhebung der vielversprechendsten Forschungsansätze zur Verbesserung der Futterqualität. Die Identifizierung von Alternativen zu antibiotischen wachstumsfördernden Substanzen stellt ein Beispiel für eins der dringlicheren Themen dar, mit dem sich FEED-SEG beschäftigte.

Zusammenarbeit und Informationsaustausch erleichtern die Bekämpfung von Problemen wie Rückständen, Verunreinigungen, Krankheitserregern, Antibiotika und wachstumsfördenden Substanzen. Mithilfe dieser Informationen können Regulierungsbehörden leichter europaweite Schwellenwerte für Verunreinigungen allgemein einführen.

Ein wichtiger Teil des Projekts war eine Untersuchung zum Forschungsniveau und der derzeitigen Entwicklung von Richtlinien in allen EU-Mitgliedsstaaten und assoziierten Bewerberländern (ACC, Associated Candidate Countries). Die Ergebnisse zeigten, dass zwischen den Ländern beträchtliche Unterschiede bei den Richtlinien zu Futtermitteln bestehen. Ein weiteres großes Problem in einigen EU-Ländern ist der Mangel an Laboren zur Feststellung von Verunreinigungen in Futtermitteln, insbesondere bei Importen aus Drittländern. Diese Faktoren werden in einigen Ländern durch inadäquate Forschungsmittel noch verstärkt.

FEED-SEG erstellte eine Reihe wichtiger Empfehlungen in Bezug auf Futtermittelsicherheit. Am Wichtigsten wäre möglicherweise ein standardisiertes System zur Qualitätssicherung und Risikobeurteilung. Die Implementierung von Prozessen zur Good Manufacturing Practice (GMP) und Hazard Analysis and Critical Control Points (HACCP) würde es zum Beispiel ermöglichen, dass nicht jede Probe untersucht werden muss.

Es wird eine Weile dauern, Lösungen für mehr Geldmittel und eine transparente Lebensmittel- und Futtermittelsicherheitsstrategie sowie eine harmonisiertere Gesetzgebung zu ermöglichen und so Anomalien der europäischen Richtlinien zu Futtermitteln auszubügeln. Dies könnte sich positiv auf die Landwirtschaft und auch die Konsumenten und die Lebensmittelsicherheit auswirken.

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