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Hochfrequenzschweißen wird hocheffizient

Einem europäischen Konsortium ist es gelungen, das Hochfrequenzschweißen (HF-Schweißen) mit Hilfe einer neuentwickelten umweltfreundlicheren und kostengünstigeren Maschine zu verbessern.
Hochfrequenzschweißen wird hocheffizient
Bestimmte Kunststoffe mit chemischen Dipolen, etwa PVC, Polyamide (PA) und Azetate, können mittels elektromagnetischer Wellen im Hochfrequenzbereich erwärmt werden. Beim HF-Schweißen wird diese Eigenschaft ausgenutzt, um die Kunststoffe für das Verbinden zu erweichen. Um dieses Verfahren auf der Grundlage moderner Technologien auf den neuesten Stand zu bringen, eine bessere Energieeffizienz zu erreichen und die elektromagnetische Strahlung zu verringern, finanzierte die EU das Projekt Energy Saving Weld ("New technique for radiation free energy saving and more versatile high frequency welding").

Hauptziel war, eine neue Verfahrensvariante mit reduzierter elektromagnetischer Strahlung und geringerem Energieverbrauch zu entwickeln, wodurch das Spektrum an schweißbaren Materialien erweitert und die Produktivität der Schweißausrüstung gesteigert werden können.

Die Projektpartner entwickelten eine technische Spezifikation für einen Festkörper-Hochfrequenzgenerator mit einer theoretischen Energieeffizienz von weit über 70%, der im Vergleich dem Wirkungsgrad der heute üblichen Vakuumröhrengeneratoren überlegen ist, die nur selten mehr als 50% erreichen. Dieser Festkörper-Hochfrequenzgenerator fiel viel kleiner als herkömmliche Hochfrequenz-Schweißmaschinen aus und emittiert nun rund 40% weniger elektromagnetische Strahlung. Außerdem wurde der Energieverbrauch um 80% reduziert. Dadurch arbeitet dieses neue Gerät viel kostengünstiger.

Das Konsortium testete überdies mehrere neue Materialien, für die festgestellt wurde, dass sie HF-schweißbar sind, neben anderen, bei denen spezielle Behandlungen und Zusatzstoffe wie HF-aktive Folien oder Beschichtungen erforderlich waren.

Das Projekt Energy Saving Weld erreichte seine Ziele und fertigte ein kleines, energieeffizientes, sichereres Schweißgerät und konnte gleichzeitig die Liste der schweißbaren Werkstoffe erweitern. Die kommerzielle Nutzung des Prototyp des HF-Festkörpergeräts wird aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von Vorteil sein.

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