Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

TERESA — Ergebnis in Kürze

Project ID: 44400
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Österreich

Landwirtschaft im Zusammenhang

Eine ganzheitlichere Betrachtung der Faktoren in Bezug auf die Landwirtschaft, etwa Umwelt- und sozioökonomische Überlegungen, kann den diversen Landwirtschaftsregionen Europas künftig neue Wege aufzeigen.
Landwirtschaft im Zusammenhang
Mithilfe einer genauen Darstellung und Definition der größeren landwirtschaftlichen Zusammenhänge, die Wirtschaft und Umwelt einbezieht, können Regierungen sinnvoller im Interesse von Sozialwohl und Landentwicklung handeln. Das EU-finanzierte Projekt "Types of interaction between economy, rural society, environment and agricultural activities in European regions" (Teresa) zielte darauf ab, diese Definition zu formulieren.

Zwischen den verschiedenen Aspekten der Landwirtschaft bestehen viele Interaktionen und Wechselwirkungen, einschließlich sozioökonomischer, welche die ländliche Entwicklung beeinflussen. Das Teresa-Projekt arbeitete unablässig daran, unterschiedliche landwirtschaftliche Strukturen in regionale Kontexte zu integrieren. Durch den Einbezug der Interessengruppen aus Gesellschaft und Landwirtschaft sollten deren Kontaktwege, Lieferketten sowie Diversifikations- und Mehrfach-Aktivitäten ("Regrounding") verbessert werden. So kann der letztgenannte Aspekt beispielsweise Landwirten mehr Einkommen verschaffen, indem sie sich mit anderen ländlichen Akteuren vernetzen.

Damit verknüpfte Teresa die regionale Zusammenarbeit mit Nachfrage, Angebot und Multifunktionalität, um die Entwicklung im ländlichen Raum nachhaltig zu verbessern. Mithilfe einer Cluster-Analyse der europäischen Regionen und ihrer Lieferketten wurde das Ziel erreicht, spezifische regionale Bedürfnisse zu identifizieren. Das Projekt ermittelte landwirtschaftlich zurückgebliebene Regionen, wobei es zwischen rein ländlichen, "stand-alone agricultural regions" (eigenständigen Regionen) mit starker Landwirtschaftstradition und den "regions in transition" (Regionen im Wandel) unterschied, die auch Zweit- und Drittaktivitäten einbeziehen. Als weiterer wichtiger Typ wurden "Side-by-Side-Regionen" unterschieden, denen es zwar wirtschaftlich gut geht, deren Landwirtschaft jedoch kaum integriert ist.

Insgesamt stellte das Projekt fest, wie wichtig das Zusammenspiel von Funktions- und Entscheidungsregeln für die Zuverlässigkeit und Robustheit landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten ist. Zudem steht fest, dass ein System mit solide organisierter Interaktion auch Belastungen besser standhält. Diese und andere Erkenntnisse können der Politik dabei helfen, Agrarsektoren zu stärken, schwächeren Landwirtschaftsregionen Wege aufzuzeigen und die ländliche Entwicklung nachhaltig zu fördern.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben