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Schutz von Ökosystemen durch besseres Ressourcenmanagement

Im Rahmen einer EU-finanzierten Initiative befasste sich ein Netzwerk von Experten und Forschern mit der Verwaltung von Gemeingut (Commons) in Südafrika. Ziel war ein neuer Ansatz zur Verbesserung des Abbaus und der Verwaltung natürlicher Ressourcen.
Schutz von Ökosystemen durch besseres Ressourcenmanagement
Viele Ressourcen in Südafrika gelten rechtlich noch immer als Gemeingut, d.h. als Ressourcen, die von allen Interessenvertretern gleichberechtigt genutzt werden können. In Südafrika beschäftigt man sich sowohl aus wissenschafts- als auch entscheidungspolitischer Sicht seit einiger Zeit intensiv mit der Verwaltung dieses Gemeinguts (Governance of Commons).

Ziel der spezifischen Unterstützungsmaßnahme (SSA) CROSCOG (Cross sectoral commons governance in southern Africa) war der Ausbau der Wissensgrundlage und der Erfahrungsaustausch über die Verwaltung von Gemeingut. Zudem sollten Erfahrungen über den institutionellen Umgang mit spezifischen Verwaltungsproblemen vermittelt werden. Der Fokus lag dabei auf großflächigen ökologischen Commons, die auf viele verschiedene Ökosysteme in der Region verteilt sind: u.a. aride und semi-aride Steppen, Savannen und Waldgebiete sowie Meeres- und andere größere Küstengewässer.

Angesichts des ausbeuterischen Umgangs mit Gemeingut und unter der Maßgabe, dass Effizienz in der Verwaltung von Gemeingut vor allem durch eine angemessene Informationspolitik erreicht wird, wurden in großem Maßstab positive Praktiken identifiziert, propagiert und reproduziert. Im Rahmen zweier Themenbereiche veröffentlichte das Forscher- und Expertennetzwerk eine Informationsreihe zu den Ergebnissen.

Die Berichte der ersten Phase, in der es um die Themen Forschung, wirtschaftliche Transformation, Entscheidungsstrukturen und existierende Praktiken ging, enthielten Fallstudien zu jedem spezifischen Ökosystem. Die zweite Phase, die sich mit der Verbesserung existierender Praktiken für mehr Effizienz bei der Verwaltung von Gemeingut beschäftigte, umfasste sowohl spezifische Fälle als auch vergleichende fallübergreifenden Studien im Zuge der Ergebnisse der ersten Phase. Dabei ging es u.a. um Tourismus, historisch bedingte Diskriminierung sowie Zusammenarbeit von Verwaltungseinrichtungen im Zusammenhang mit dem Gemeingut.

Projektaktivitäten waren u.a. Workshops, Netzwerk- und strategische Konferenzen sowie spezifische Empfehlungen in Form von Botschaften an kommunale Behörden, Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) und politische Entscheidungsträger. Über spezifische, gezielte Informations- und Verbreitungsmaßnahmen stellte CROSCOG die gesammelten Informationen und Forschungsergebnisse Entscheidungsträgern in Südafrika, lokalen kommunalen Behörden und der internationalen Forschergemeinschaft zur Verfügung. Die Aktivitäten und deren Resultate dienten der strategischen Verbesserung der Verwaltung von Gemeingut.

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