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FP6

PROMISE — Ergebnis in Kürze

Project ID: 19171
Gefördert unter: FP6-SOCIETY
Land: Österreich

Migranten in die wissenschaftliche Bildung integrieren

Eine EU-finanzierte Initiative schuf die Grundlage zur Förderung der Wahl wissenschaftlicher Berufe durch Migranten. Der Schwerpunkt des umfassenden Ansatzes des Projekts lag auf kulturellen Unterschieden, Schwierigkeiten der Lehrenden und Rollenspielen.
Migranten in die wissenschaftliche Bildung integrieren
Das Projekt "Promotion of migrants in science education" (Promise) unternahm verschiedene Aktivitäten, um gleichberechtigte Möglichkeiten in der wissenschaftlichen Bildung zu schaffen und Migranten zu motivieren, wissenschaftliche Studiengänge und Berufe zu wählen. Der Schwerpunkt lag auf Kindern von Personen, die aus wirtschaftlichen und politischen Gründen emigrierten.

Die Errichtung des Club Lise an allen Partneruniversitäten zielte darauf ab, talentierte Mädchen mit Migrationshintergrund anzusprechen. Mit dem Ziel, Mädchen mit Migrationshintergrund für die Wahl eines wissenschaftlichen Studiums zu motivieren, beschäftigen sich diese Clubs in interkulturellen Mädchengruppen mit verschiedenen wissenschaftlichen Themen. Mädchen mit Migrationshintergrund, die im Bereich der Wissenschaften am wenigsten repräsentiert sind, arbeiten mit weiblichen Forscherinnen und Studentinnen aus wissenschaftlichen Bereichen zusammen – selbst Migranten –, die ihnen als Vorbilder für ihre eigene Karriere dienen sollen.

Zur indirekten Förderung von Migranten in der wissenschaftlichen Bildung arbeiteten die Promise-Partner mit Experten aus den Bereichen Migration, Sprachen und Interkulturalität zusammen, um Methoden und bewährte Verfahren in der interkulturellen wissenschaftlichen Bildung zu entwickeln.

Aufgrund der Tatsache, dass Unterschiede in Bezug auf die wissenschaftliche Bildung und auch sprachbezogene und kulturelle Kommunikationsprobleme die erfolgreiche Integration von Migranten häufig hemmen, untersuchte Promise die Barrieren, auf die Migranten bei der wissenschaftlichen Ausbildung treffen. Mithilfe von Interviews und Beobachtungen wurden die Schwierigkeiten der Lehrenden aus dem Bereich der Wissenschaften in Unterrichtsgruppen mit kultureller Diversität untersucht.

Um die wissenschaftliche Bildung zu harmonisieren, ist es zwingend notwendig, kulturelle Diversität zu respektieren sowie Gemeinsamkeiten zu identifizieren und bewährte Verfahren in der wissenschaftlichen Lehre festzuhalten. Darüber hinaus müssen die Faktoren, die für eine erfolgreiche interkulturelle Bildung und die Motivation von Mädchen hinderlich sind, festgestellt werden. Außerdem müssen Methoden zur Verbesserung der interkulturellen wissenschaftlichen Bildung geschaffen werden.

Um die verschiedenen Methoden und Standards im Bereich der wissenschaftlichen Bildung zu harmonisieren, förderten die Projektpartner eine intensive Zusammenarbeit und einen Austausch zwischen den Herkunfts- und Wohnsitzländern. Dafür wurde ein internationales Netzwerk von Universitäten und Schulen aus den vier Partnerländern des Projekts errichtet. Das Ziel war die Förderung der Idee, dass eine Harmonisierung der verschiedenen Bildungssysteme im Bereich der Wissenschaften Hindernisse und Schwierigkeiten bei dem Eintritt in ein neues Bildungssystem senken.

Die Projektmitglieder entwickelten darüber hinaus wesentliche Prinzipien bei der interkulturellen wissenschaftlichen Bildung, um Migranten auf langfristige Sicht zu fördern. Diese Prinzipen können zur Vereinheitlichung der Ausbildung der Lehrenden genutzt werden.

Auf jährlich stattfindenden Promise-Konferenzen können die Partner ihre Arbeit präsentieren und diskutieren sowie ein Forum zur Diskussion von Problemen bei der wissenschaftlichen Bildung mit Schulbehörden bieten.

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