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FP6

IKINET — Ergebnis in Kürze

Project ID: 506242
Gefördert unter: FP6-CITIZENS
Land: Italien

Wissenslücken in der europäischen Industrie schließen

Ein europäisches Projekt hat Richtlinien erarbeitet, wie die Wissenslücke zwischen weniger entwickelten und den am weitesten fortgeschrittenen Regionen zu überbrücken sein könnte. Diese Leitlinien nutzen zu diesem Zweck bahnbrechende Technologie aus.
Wissenslücken in der europäischen Industrie schließen
Das Ikinet-Projekt ("International knowledge and innovation networks for European integration, cohesion and enlargement") verfolgt das Ziel, die Hintergründe der Erschaffung von Wissen und der Barrieren zu erkunden, die dessen Verbreitung verhindern. Der Schwerpunkt lag auf Hindernissen, die den Transfer von Informationen zu anderen Clustern verhindern, und den Strategien, die insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im mittleren Techniksektor eingesetzt werden, um Kenntnisse für globale Strukturen anzupassen.

Es wurden sieben Regionen ausgewählt, die die Bandbreite der Szenarien in der globalen Wettbewerbsarena vertraten. Diese reichten von Ile de France, Frankreich, als einer der modernsten Metropolen mit einer großen Basis im Bereich Forschung- und Entwicklung (FuE) bis nach Schlesien, Polen, als einer rückständigen Region mit einer langen industriellen Geschichte, die als Bergbau-Maschinen-Cluster vor der Herausforderung großer Umstrukturierungen steht.

Die KMU wurden als Cluster betrachtet, innerhalb von denen Wissen in einem lokalisierten Rahmen entwickelt wird. Dies ergibt einen beispielhaften systematischen Ansatz, in dem sich dann Wissensnetze entwickeln und es Zusammenarbeit zwischen lokalen und externen Akteuren gibt, um die internen Fähigkeiten dieser Akteure weiterzuentwickeln.

Ikinet wies darauf hin, dass es eine Änderung in der Unternehmenskultur geben muss, um den Wissensaustausch und die Bereitschaft zur Entwicklung und zum Austausch von Wissen zu fördern. Formale Bildung und lebenslanges Lernen sind Instrumente, um diesen Prozess zu unterstützen - und nicht personelle Ressourcen an sich.

Ikinet gab aufbauend auf der Bedeutung der Rolle von Bildung die Empfehlung, dass die europäische Politik die Unterstützung von Kompetenzzentren als Vermittler für die KMU in den Mittelpunkt rücken sollte. Überdies sollten Kompetenzzentren in rückständigen Regionen öffentliche und private Finanzmittel erhalten, um die Zusammenarbeit zwischen diesen Regionen und den Spitzenregionen zu fördern.

Neue Unternehmen können mit Hilfe strategischer Leitprojekte zur Teilnahme ermutigt werden. Ikinet schlug außerdem vor, dass auf Projekte, in denen mittlere technologieorientierte KMU mit Universitäten und Hightech-Dienstleistungen in Verbindung gelangen, besonderes Augenmerk gelegt werden sollte.

Die mittleren Technologiesektoren spielen für die europäischen Wettbewerbsfähigkeit eine Schlüsselrolle, da sie für den größten Teil der europäischen Exporte der verarbeitenden Industrie stehen. Außerdem zeigen sie die höchste Zuwachsrate der europäischen Exporte auf den globalen Märkten. Die Ikinet-Vorschläge zur Erleichterung des Wissenstransfers zwischen KMU und darüber hinaus zum gegenseitigen Vorteil werden dieses Potenzial erweitern.

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