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FP6

GTIS CAP — Ergebnis in Kürze

Project ID: 6468
Gefördert unter: FP6-POLICIES
Land: Frankreich

Landwirtschaftliche Produkte zurückverfolgen mit System

Ein technisch ausgereiftes Informationssystem, mit dessen Hilfe Beamte und Produzenten Obst und Gemüse zu ihrer Herkunftsquelle zurückverfolgen können, soll die Umsetzung bestbewährter Praktiken in der Landwirtschaft unterstützen.
Landwirtschaftliche Produkte zurückverfolgen mit System
Die Landwirtschaft ist zweifellos eine wesentliche Komponente innerhalb der EU-Wirtschaft und dennoch hatten Regierungen und Politiker damit zu kämpfen, ein effektives System zu etablieren, mit dem Produkte überwacht und zu ihrem Ursprung zurückverfolgt werden können. Deshalb hat das EU-finanzierte Projekt GAP GTIS ("GeoTraceability Integrated System for Common Agricultural Policy") eine Datenressource geschaffen, mit der die Lücke gefüllt werden soll.

Dieses neue integrierte Informationssystem wurde für Interessengruppen erstellt, die für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) verantwortlich sind, und außerdem für die Produzenten, welche die Lieferkette kontrollieren wollen. Es kombiniert Fernerkundungsdaten mit Informationen aus dem integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKoS) und dem System zur Identifizierung landwirtschaftlicher Parzellen (LPIS) der EU.

Das Projekt definierte klare Geo-Rückverfolgbarkeitsindikatoren, die von Satellitenbildern bereitgestellt werden, um die Kontrolle der Gemeinsamen Agrarpolitik zu unterstützen, und skizzierte Standards zur Interoperabilität InVeKoS/LPIS-georeferenzierter Daten. Die Projektpartner nahmen außerdem an 14 Konferenzen in Europa zum Thema technische Rückverfolgbarkeit teil und organisierten überdies einen Workshop mit den wichtigsten Akteuren.

Nachfolgend konzentrierte sich die Arbeit des Projekts auf die Implementierung und Validierung des Systems in zwei Testregionen in Belgien und Frankreich, um Empfehlungen für europäische und nationale Behörden geben zu können. Auch die europäischen und regionalen Verordnungen im Zusammenhang mit dem Schutz der Umwelt und Förderung der guten landwirtschaftlichen Praxis wurden überprüft.

Nach erfolgreicher Forschung wurde eine Projektwebsite eingerichtet, die webbasierte Dienste auf Grundlage der Geo-Identifikation bietet und den schnellen Austausch von Rückverfolgungsdaten zwischen den verschiedenen europäischen Ländern ermöglicht. Das nun etablierte Netzwerk stellt neben der Rückverfolgbarkeit außerdem Daten zur Zertifizierung und zur Qualität der Produkte zu Verfügung. Letztlich wurden die Prototypen für beide Bereiche aufgebaut, um ausgefeilten internetbasierten Systemen Tür und Tor zu öffnen, welche auf vielfältige Weise die Gemeinsame Agrarpolitik sowie Konsumenten und Produzenten unterstützen werden.

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