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FP6

SOFTCOMP — Ergebnis in Kürze

Project ID: 502235
Gefördert unter: FP6-NMP
Land: Deutschland

Virtuelles Forschungszentrum zur Wissenschaft der weichen Materie

EU-finanzierte Forscher haben ein virtuelles Forschungszentrum in Gang gesetzt, das Synthese-, Experimental- und Simulationswerkzeuge beinhaltet, um die bruchstückhaften Bemühungen auf dem Gebiet der Materialwissenschaften zur weichen Materie zu koordinieren und die Entwicklung neuer Produkte zu erleichtern.
Virtuelles Forschungszentrum zur Wissenschaft der weichen Materie
Funktionelle Nanokomposite aus weicher Materie bestehen aus Materialien wie Polymeren, Systemen des selbstorganisierenden und biologischen Typs, Kolloiden, Gelen und Gläsern. Sie werden bei einer Vielzahl von Dingen eingesetzt: In Biosensoren für medizinische Zwecke, kraftstoffsparenden Autoreifen mit geringerem Widerstand und umweltfreundlichen Reinigungslösungen für die Druckindustrie.

Während das Gebiet der Wissenschaft von der weichen Materie im Nanobereich in den letzten Jahren rasch angewachsen ist, wurde die Forschung bislang nicht gut koordiniert. Diese Fragmentierung herrscht sowohl in den wissenschaftlichen Disziplinen wie etwa Chemie, Physik, Biologie und bei der rechnerischen Modellierung als auch in Hinsicht auf den Typ der untersuchten weichen Materie.

Europäische Forscher initiierten deshalb das Softcomp-Projekt ("Soft matter composites - an approach to nanoscale functional materials"), um die Forschungsanstrengungen koordinieren und ein intelligentes Design funktionaler Nanokomposite aus weicher Materie zu fördern.

EU-Finanzmittel ermöglichten die Einrichtung eines europäischen Exzellenznetzes (Network of Excellence, NoE), eines virtuellen multidisziplinären Forschungszentrums, um traditionell getrennte Hochschulforschungsgruppen zu vereinen, die auf dem Gebiet der Wissenschaft der weichen Materie arbeiten, sowie wichtige Verbindungen zur Industrie herzustellen.

Die gemeinsame Infrastruktur konnte die Forschungskapazitäten der einzelnen Partner signifikant erweitert - das Ganze ist zweifellos größer als die Summe der Teile. Über die drei Forschungsplattformen kann Zugang zu Syntheseinformationen, modernen Simulationsinstrumenten und dem neuesten Stand der Technik entsprechenden experimentellen Verfahren gewährt werden. Außerdem wurden auf der Website des Projekts Schulungen und Praktika sowie herunterladbares Prospektmaterial für die öffentliche Kommunikation usw. angeboten.

Die weitere Ausnutzung der Softcomp-Infrastruktur sollte der Materialentwicklung im Bereich der Komposite aus weicher Materie in Europa wesentliche Impulse verleihen und unserem Kontinent einen Wettbewerbsvorteil in einem wachsenden Bereich von unwiderlegbarer industrieller Bedeutung gewährleisten.

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