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FP6

PORT CHECK — Ergebnis in Kürze

Project ID: 502348
Gefördert unter: FP6-POLICIES

Verbesserte Diagnostik für Quarantäneerreger

Um die Übertragung von Krankheitserregern über Ländergrenzen hinweg einzudämmen, sieht sich die EU zu entsprechenden Maßnahmen veranlasst. Ein europäisches Konsortium hatte sich daher die Erweiterung der molekularen Diagnostik für den zuverlässigen Nachweis von Quarantäneschadorganismen zum Ziel gesetzt.
Verbesserte Diagnostik für Quarantäneerreger
Infektionsausbrüche können schwerwiegende Folgen für Wirtschaft und Bevölkerungsgesundheit haben. Somit müssen Präventionsmaßnahmen entwickelt werden wie etwa Quarantänevorschriften für Pflanzen, die aus anderen Ländern eingeführt werden. Trotzdem kommt es immer wieder zu solchen Infektionsausbrüchen, solange keine zuverlässigen und sensitiven Verfahren zur Verfügung stehen, um die Erreger rechtzeitig nachzuweisen.

Mit diesem Ziel entwickelte und evaluierte das EU-finanzierte Projekt PORT CHECK (Development of generic 'on site' molecular diagnostics for EU quarantine pests and pathogens) Echtzeit-PCR-Tests (PCR: Polymerase Kettenreaktion) für eine Vielzahl gefährlicher Erreger, darunter auch für die Pilzkrankheit Phytophthora ramorum (plötzlicher Eichentod) und die Kiefernholznematode Bursaphelenchus xylophilus. Dabei werden aus wenigen DNA-Sequenzen mehrere Millionen Kopien hergestellt, um eine sensitive und quantitative Detektion von Pathogenen zu gewährleisten.

Die Projektpartner optimierten den gesamten Prozess von der Probenvorbereitung über die Entwicklung des Echtzeit-PCR-Nachweises bis hin zur Interpretation der Ergebnisse. Dabei gewährleistete die Beteiligung von KMU am Projekt den entsprechenden Vorrat an Prototypenausrüstungen und Kits, Reagenzien und tragbaren Echtzeit-PCR-Tests. Anhand des Infektionsmaterials wurden die erstellten Protokolle validiert und in einer Broschüre zum Nachweis von 12 verschiedenen Quarantäneerregern und Pflanzenschädlingen zusammengestellt.

Nach einem europaweiten Versuch stellte sich heraus, dass der PCR-Test auch ohne spezielles Fachwissen innerhalb von zwei Stunden labortaugliche Messergebnisse liefert, selbst wenn der Test außerhalb des Labors durchgeführt wird. Diese ermutigenden Ergebnisse zeigten, dass die von PORT CHECK entwickelten Methoden und Prozeduren von allen Laboren für Pflanzengesundheit, Prüf- und Wareneinfuhrstellen in den EU-Mitgliedstaaten angewandt werden können.

Mit der Einführung des neuen Verfahrens können Untersuchungen der Pflanzengesundheit effektiver gemacht und Risiken bei der Ein- und Ausfuhr von Pflanzen minimiert werden. Auf diese Weise lassen sich die negativsten Folgen für Gesellschaft und Umwelt vermeiden.

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