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FP6

ANABONOS — Ergebnis in Kürze

Project ID: 503020
Gefördert unter: FP6-LIFESCIHEALTH

Knochenaufbauende Medikamente bei Osteoporose

Der irreversiblen Schädigung der Knochen bei Osteoporose kann nur mit der Entwicklung von Medikamenten zur Förderung der Knochenbildung begegnet werden. EU-Forscher gaben Aufschluss über die an der Knochenbildung beteiligten Mechanismen, indem sie Drug Targets zur Knochenregeneration ermittelten.
Knochenaufbauende Medikamente bei Osteoporose
Osteoporose ist ein ernstes Gesundheitsproblem in Europa, das sich mit zunehmend alternder Bevölkerung ausbreitet. Sie ist gekennzeichnet durch eine verringerte Knochendichte, die üblicherweise durch einen beschleunigten Knochenschwund verursacht wird. Die erhältlichen Medikamente beugen dem Verlust von Knochenmasse vor, sind jedoch nicht in der Lage, auf wirksame Weise geschädigtes Knochengewebe zu regenerieren. Vor Kurzem wurde das erste Medikament gegen Osteoporose zugelassen, was darauf hinweist, dass Osteoporose auch mit "knochenaufbauenden Medikamenten" behandelt werden kann.

Durch das EU-finanzierte Projekt "Molecular mechanisms of bone formation and anabolism" (Anabonos) wurden gemeinsame Bemühungen ins Leben gerufen, um die molekularen Signalwege bei der Knochenbildung besser nachvollziehen zu können. Letztlich sollten durch diese Forschungsarbeiten potenzielle therapeutische Zielmoleküle (Targets) zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose untersucht werden.

Die Forscher arbeiteten mit Mutagenese und genetischer Kartierung anhand von Mausmodellen, um die Rolle spezifischer Proteine bei der Regulierung der Knochenbildung zu erklären.Außerdem wurden aktivierte Signalwege bestimmt, die eine vermehrte Knochenbildung bei genetisch bedingten Erkrankungen des Menschen verursachen.

Im Rahmen des Projekts konnten bedeutende nachgeschaltete biologische Effektoren festgelegt werden, die die Knochenentwicklung bei Mäusen steuern. Die Erhöhung (Upregulation) oder Verminderung (Downregulation) dieser Effektoren kann zu einer vermehrten Knochenbildung führen. Des Weiteren scheinen bei Osteoporose-Erkrankungen die Osteoklasten, die im Gegensatz zu Osteoblasten eine knochenabbauende Wirkung haben, angeregt zu sein. Diese Tatsache lässt sie zu potenziellen therapeutischen Targets werden.

Das Projekt Anabonos hat der Wissenschaft molekulare Details über die an der Knochenbildung beteiligten Mechanismen geliefert. Schlüsselproteine dieses Prozesses sind potenzielle Ansatzpunkte für neue Medikamente (Drug Targets) für die Vorbeugung von Knochenschwund und zur Aktivierung der Knochenbildung bei Osteoporose.

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