Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP6

REEFRES — Ergebnis in Kürze

Project ID: 510657
Gefördert unter: FP6-INCO
Land: Israel

Korallengärten leben auf

Ein europäisches Projekt hat neue Verfahren entwickelt, um die beschädigten Korallenriffe der Welt wieder zu restaurieren.
Korallengärten leben auf
Korallenriffe gehören zu den vielfältigsten Ökosystemen der Erde. Obwohl sie nur einen sehr kleinen Prozentsatz des Meeresbodens bedecken, weniger als 1 %, bieten sie Lebensraum für etwa 25 % der im Meer lebenden Arten.

Menschliche Aktivitäten fordern direkt und indirekt weiterhin ihre Oper und verursachen Schäden an den Riffen. Fischerei, Tourismus, globale Erwärmung, stärkere UV-Strahlung aufgrund des Ozonabbaus und erhöhten Kohlendioxids (CO2) tragen alle zur Massenzerstörung von Korallenriffen bei.

Die Restauration von Korallenriffen erfolgt normalerweise durch direkte Korallentransplantationen, aber eine europäische Initiative hat die Umsetzung anderer Methoden untersucht, um große Flächen beschädigter Korallen zu ersetzen. Das Projekt "Developing ubiquitous restoration practices for Indo-Pacific reefs" (Reefres) hatte es sich zum Ziel gesetzt, an verschiedene Gebiete im Indopazifik angepasste Korallenfarmen aufzubauen.

Die Wissenschaftler des Reefres-Projekts untersuchten Methoden des "Korallengärtnerns". Die Verfahren basierten auf der Marikultur unterschiedlicher Größen von Korallenablegern. Insbesondere die Entwicklung von Protokollen für die Verwendung von Nubbins, aus nur wenigen Polypen und Baby-Korallen, wurden untersucht.

Außerdem wurden Methoden zur Rehabilitation von Riffen basierend auf 3D-Strukturen in neuen Kolonien untersucht. Die Forscher verglichen Methoden zum Beginn und zur Bewertung der Riffrehabilitation.

Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde die Entwicklung transplantierter Korallenzweigen alternativen Maßnahmen gegenübergestellt, zu denen auch die Verwendung von Nubbins oder die Stabilisierung von Bruchsubstraten mit Fasernetzen, um die Korallenrekrutierng zu fördern, gehörten. Das Team untersuchte auch verschiedene Wildkorallenarten auf ihre Fähigkeit, kleine Koloniesegmente für die Rehabilitation großer Bereiche zu liefern.

Umweltfaktoren, die die Erhaltung von Nubbins und Babykorallen verbessersten, wurden untersucht, wie z. B. Reaktion auf Licht, Wasserqualität, Temperatur und Ernährung. Die Wirksamkeit der Larvenrekrutierung an natürlichen und künstlichen Substraten wurde ebenso untersucht wie die Architektur der Zweige, die vielleicht einen der wichtigsten Faktoren bei der Riffrehabilitierung darstellt.

Einzelheiten über die Verfahren zur Korallenrehabilitation wurden weltweit in Form von Veröffentlichungen, Projekten und Konferenzen verbreitet. Insbesondere asiatische Partner der Indopazifik-Region bildeten bei Reefres einen Schwerpunkt.

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben