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Frühdiagnose senkt Sterblichkeit bei Brustkrebs

Brustkrebs ist bei Frauen im Alter von 35 bis 65 in Europa die häufigste Todesursache. Europäische Forscher entwickelten ein mobiles, leicht bedienbares und kostengünstiges Ultraschallgerät, um Tausenden betroffener Frauen zu helfen.
Frühdiagnose senkt Sterblichkeit bei Brustkrebs
Die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs liegt nach aktuellen Schätzungen bei 40%, das heißt, 40.000 von 100.000 Patientinnen sterben.

Nach eingehender Analyse dieser Daten fand eine Forschergruppe heraus, dass die Sterblichkeit deutlich niedriger liegt (20% Sterblichkeit), wenn die Krebserkrankung erkannt wird, bevor sich Metastasen gebildet haben (sekundäre Tumoren). Im Vergleich dazu beträgt die Sterblichkeit nach der Metastasierung 65%.

Da eine frühe Diagnose die Überlebensrate derart verbessern kann, wurde im Rahmen des Projekts MUST ein hervorragend mobiles, leicht bedienbares und kostengünstiges 3D-Ultraschallgerät entwickelt.

Ultraschallgeräte stellen mittels Ultraschallwellen interne Strukturen im Körper dar. Der Nachteil der meisten mehrdimensionalen Ultraschallsysteme liegt jedoch in ihrer niedrigen Auflösung.

Normalerweise bestehen sie aus einer Reihe von Sensoren zur Erfassung der Bilddaten und einer komplexen, teuren Hard- und Software, die die Bilddaten verarbeitet und daraus ein 3D-Bild generiert. Das 3D-Bild direkt aus den Ausgangsdaten zu erstellen, wird eher selten praktiziert, da der Kostenaufwand hoch ist.

Das aus drei FTE-Partnern (Forschung und Technologieentwicklung) und KMU (kleine und mittlere Unternehmen) aus vier EU-Staaten gebildete Technologie- und Geschäftskonsortium entwickelte somit ein kostengünstiges, hoch auflösendes, einstufiges 3D-System, das Bilder direkt aus den Rohdaten erstellt.

Mit der vom MUST-Team gebildeten Lieferkette wurde die neue Technologie zur Marktreife gebracht, sodass nun Forschung und Patienten in Europa und weltweit von dem neuen Ultraschallgerät profitieren können.

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