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Lebensmittel-KMU eignen sich Kommunikationsfähigkeit an

Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Lebensmittel-Sektor konnten im Wettlauf um die Erkennung und Deckung von Verbrauchernachfragen nicht Schritt halten. Eine neue Initiative hat auf die Unterstützung hingewiesen, die diese Unternehmen benötigen, um ihre Innovationskraft zu entfalten.
Lebensmittel-KMU eignen sich Kommunikationsfähigkeit an
Schnell wechselnde Trends und Vorlieben im Lebensmittel- und Getränkesektor, wie die Nachfrage nach gesünderen und sichereren Lebensmitteln, veranlassen die politischen Entscheidungsträger der EU, die Produktion in Übereinstimmung mit neuen Gegebenheiten zu modernisieren. Diese Herausforderung stellt sich zu einer Zeit, in der auch ethische Fragen, soziale Verantwortung, Tierschutz und nachhaltige Produktion den Verbraucher immer stärker beschäftigen. All diese Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufgabe, den europäischen Lebensmittel- und Getränkeherstellungssektor wettbewerbsfähiger zu gestalten und ihn zu einem Global Player auf dem Markt zu machen.

Ein weiteres Hindernis für die Modernisierung des Lebensmittelsektors ist die relative Unflexibilität traditioneller Lebensmittelhersteller, insbesondere der KMU, wenn es um Innovation im Vergleich zu größeren, aggressiver agierenden Unternehmen geht. Daraufhin bestand das Ziel des EU-finanzierten Projekts ''SMEs networking European food safety stakeholders'' (SMES-NET) darin, der Zurückhaltung der KMU bei der Anpassung an neue Gegebenheiten zu begegnen und sie bei der Einführung von Neuerungen in großem Maße zu unterstützen.

Im Rahmen des Projekts wurde das Innovationsverhalten mit Input-Faktoren, wie Kapazität, Forschungsfähigkeit, Humanressourcen und Unternehmensgröße, in Zusammenhang gebracht. Dabei wurde die Qualifikation der Arbeitskräfte als entscheidender Faktor für die Einführung von Innovationen betrachtet, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Produktdesign, dem Herstellungsprozess und der Verpackung lag.

Im Rahmen des Projekts SMES-NET wurde die Bedeutung von Lebensmittelsicherheit, Gesundheit, nachhaltiger Produktion und Management der Lebensmittelkette (Food Chain Management) sowie von Praxisleitfäden, Schulungen und der Häufigkeit von Seminaren und Konferenzen betont. Des Weiteren wurde festgestellt, dass mangelnde finanzielle Unterstützung und Bürokratie die größten Hürden für die Durchführung von Forschung- und Entwicklungsprogrammen in KMU darstellen. Außerdem wurden im Laufe des Projekts Innovationsquellen ermittelt, die über interne Forschung und Entwicklung hinausgehen, wie Einrichtungen für den Technologietransfer, Wirtschaftsverbände und Fachliteratur zum Thema.

Zu guter Letzt empfahl das SMES-NET-Projekt die Aufstellung einer Mischung aus ''sanften'' und ''zielgerichteten'' Maßnahmen zur Förderung von Innovationen im Lebensmittel- und Getränkesektor. Dazu gehörten auch der Transfer von Spitzentechnologien, die Einrichtung von Kompetenzzentren und Netzwerkinitiativen.

Diese Ergebnisse und damit verbundene Maßnahmen werden zweifellos den KMU dazu verhelfen, konkurrenzfähig zu bleiben und die Kundennachfrage im Sektor vorauszusehen. Dadurch werden die Entwicklungsfähigkeit und die langfristige Nachhaltigkeit des Sektors gewährleistet.

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