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FP6

HANDLING WAVES — Ergebnis in Kürze

Project ID: 31489
Gefördert unter: FP6-SUSTDEV
Land: Italien

Wenn Schiffe die Meere austricksen

Unvorhersagbare Wetterkapriolen können verheerende Auswirkungen auf Segelschiffe haben, aber nun wurde neue Bordtechnik entwickelt, um Unheil abwenden und das Schiff in sichere Gewässer steuern zu können.
Wenn Schiffe die Meere austricksen
Mit rauhem Seegang plagen sich die Segler schon seit der Antike herum, allzu oft stellte er eine katastrophale Gefahr für Schiff, Besatzung und Ladung dar. Seit den Tagen der verheerenden Schiffsuntergänge hat es der Schiffsbau schon weit gebracht und mit den neuesten Hightech-Entwicklungen wird man nun für die maximale Sicherheit der Seeschiffe sorgen können.

Eine Initiative mit dieser Zielstellung war das EU-finanzierte Projekt "Decision support system for ship operation in rough weather" (Handling WAVES), das sich auf die Entwicklung von Bordtechnologie konzentrierte, mit der noch besser durch rauhe, wogende See navigiert werden kann.

Das neu vorgestellte System überwacht die Beschleunigung des Schiffs in Echtzeit, schätzt Bugbewegungen ab, beurteilt die Verlagerung struktureller Belastungen, berechnet die Wahrscheinlichkeit von Monsterwellen und verhindert das Kentern des Schiffs. Die Arbeit des Projekts startete mit der Untersuchung, auf welche Weise Monsterwellen auftreten, wie ein Schiff seine Stabilität verliert und welche speziellen Bewegungen zum Kentern führen. Man führte für drei Monate Tests mit drei verschiedenen Schiffen (Massengutfrachter, Fähre und Containerschiff) sowie zahlreiche Tests zur Messung von Bauteilebelastungen und vielen anderen Faktoren durch.

Mit Hilfe intensiver Untersuchungen ersann man Methoden, um die Reaktionen der Schiffe auf Wellen zu berechnen, und wandte diese an, um das ausgeklügelte elektronische Onboard-System zu entwickeln. Schließlich konnte das komplette Bord-Entscheidungshilfesystem fertiggestellt werden, mit dessen Hilfe die Leistung des Schiffs verbessert und die beste Route festgelegt werden kann. Werden die Ergebnisse dieses Projekts in Gänze ausgenutzt, so wird dies den maritimen Sektor sicherer und zuverlässiger gestalten und der EU die Position einer führenden Autorität für die Sicherheit auf See verschaffen.

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